Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Kulturbanausen bei Facebook haben diese historische Frauenfigur als "gefährlich pornografisch" eingestuft. Inzwischen ist das Unternehmen zurückgekrebst: Bei Statuen sei Nacktheit erlaubt. (Bild APA)

APA/HELMUT FOHRINGER

(sda-ats)

Das Online-Netzwerk Facebook hat sich für die Zensur einer Abbildung der altsteinzeitlichen Statuette "Venus von Willendorf" entschuldigt. "Wir entschuldigen uns für den Fehler", erklärte eine Facebook-Sprecherin am Donnerstag.

Zwar seien Nacktabbildungen nach den Werbevorschriften auf dem Portal verboten, es gebe "aber eine Ausnahme für Statuen". Deshalb hätte der Eintrag mit dem Foto der Statuette erlaubt werden müssen. "Wir haben den Inserenten wissen lassen, dass wir den Beitrag zulassen."

Facebook hatte die Abbildung der "Venus von Willendorf" zuvor als "gefährlich pornografisch" zensiert. Die elf Zentimeter kleine Figur zeigt eine üppige nackte Frau. Sie wurde Anfang des 20. Jahrhunderts im österreichischen Ort Willendorf entdeckt und gilt als das wichtigste Objekt des Naturhistorischen Museums (NHM) in Wien, in dem die etwa 30'000 Jahre alte Figur ausgestellt ist. Gemäss dem Museumschef Christian Köberl handelt es sich um die bekannteste prähistorische Darstellung einer Frau weltweit.

Die Kontroverse begann im Dezember, als die italienische Kunstaktivistin Laura Ghianda ein Foto des Kunstwerks auf ihrer Facebook-Seite teilte. Nachdem es zensiert worden war, kritisierte sie den "Krieg gegen die menschliche Kultur".

Facebook stösst immer wieder mit Fällen von Zensur auf Unverständnis. Die französische Justiz befasst sich derzeit mit der Sperrung des Facebook-Accounts eines Mannes, der ein Foto eines Werks von Gustave Courbet veröffentlicht hatte. Auf dem Bild "L'Origine du monde" ist eine realistisch gemalte Vagina zu sehen.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.










SDA-ATS