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Eine ungewöhnliche Idee hat sich ein 34-jähriger Betrüger in Zug einfallen lassen: Er gab sich als Banker aus und bat rund um den Bahnhof Passanten um Bargeld. In einem Fall sackte der seriös auftretende Betrüger gar 200 Franken ein.

Der eloquente Mann ging jeweils in den Abendstunden oder am Wochenende auf Beutetour. Um möglichst glaubwürdig zu wirken, trug er einen Anzug. Selbst ein Aktenkoffer gehörte zu seiner Verkleidung, wie Marcel Schlatter, Sprecher der Zuger Strafverfolgungsbehörden, am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte.

In mindestens einem Dutzend Fälle gaukelte der Schweizer vor, er habe sein Portemonnaie mitsamt dem Personalausweis im Büro vergessen. Nun könne er weder ins Büro noch in die Tiefgarage zurück, wo er seinen Wagen geparkt habe.

Aus diesem Grund benötige er Geld für den Zug oder für ein Taxi. Als Sicherheit gab er in einigen Fällen einen Fantasienamen an. Kurioserweise gab er manchmal gar seinen eigenen Namen preis. Selbst die eigene Handynummer gab er jeweils heraus, wie es in einer Mitteilung heisst.

Mit dieser Masche ergaunerte der selbsternannte Banker insgesamt mehrere hundert Franken. Die Geschädigten sahen ihr Geld freilich nicht wieder, selbst dann nicht, wenn sie sich telefonisch beim Betrüger meldeten.

Die Polizei kam dem Mann bereits Ende 2011 auf die Schliche. Dieser zeigte sich geständig und gab an, das Geld für seinen Lebensunterhalt zu benötigen. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug büsste den Schweizer darauf per Strafbefehl.

Dies schien ihn jedoch nicht davon abzuhalten, im gleichen Stil fortzufahren und erneut Passanten anzusprechen, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Zum letzten Mal zugeschlagen hat er laut Polizei am vergangenen Samstag.

SDA-ATS