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Bei schweren Kämpfen zwischen muslimischen Rebellen und christlichen Milizen sind in der Zentralafrikanischen Republik in den vergangenen Tagen fast 300 Menschen ums Leben gekommen, wie das örtliche Rote Kreuz mitteilte. Am Samstag begannen die Beisetzungen.

Augenzeugen zufolge herrschte in der Hauptstadt Bangui eine unwirkliche Stille. Geschäfte blieben geschlossen, die Menschen harrten in ihren Häusern aus.

Am Freitag hatte Frankreich in seiner ehemaligen Kolonie einen Militäreinsatz begonnen, um dem Chaos Einhalt zu gebieten. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Paris sind inzwischen in Bangui bereits 1200 französische Soldaten im Einsatz.

Man habe die Entsendung der Militärs beschleunigt und ihre Zahl in Zentralafrika innerhalb von 24 Stunden verdoppelt, sagte ein Sprecher des französischen Generalstabs der Nachrichtenagentur dpa am Samstag. Wichtigste Aufgabe der Soldaten sei es, französische Staatsbürger, französische Institutionen und den zentralen Flughafen der Hauptstadt zu schützen.

Rafale-Kampfflugzeuge hätten Bangui überflogen, um bewaffnete Gruppen vor Gewalttaten abzuschrecken. Patrouillengänge der Soldaten hätten dazu beigetragen, die immer noch angespannte Situation zu beruhigen.

Die schweren Gefechte waren am Donnerstag entbrannt, als Anhänger des im März gestürzten Präsidenten François Bozizé die Hauptstadt von mehreren Seiten angriffen. Die Putschisten des Rebellenbündnisses Seleka konnten aber nach mehrstündigen Kämpfen wieder die Oberhand gewinnen. Das Rote Kreuz berichtete am Freitagabend, es habe mindestens 281 Tote gezählt. Darunter seien auch Zivilisten.

Kämpfe zwischen Christen und Muslimen

Seit dem Staatsstreich kommt es immer wieder zu Gewalt zwischen den christlichen Bürgermilizen "Anti-Balaka" und muslimischen Seleka-Kämpfern, die die Macht im Land für sich beanspruchen. Der britische Sender BBC zeigte Bilder von tausenden Flüchtlingen, die am Flughafen von Bangui Zuflucht gesucht haben. Hunderttausende Menschen wurden bereits vertrieben.

Unterdessen endet am Samstag in Paris der zweitägige Gipfel für Frieden und Sicherheit in Afrika, zu dem mehr als 30 Staats- und Regierungschefs in die französische Hauptstadt gekommen waren. Dabei spielte die Lage in der Zentralafrikanischen Republik eine wichtige Rolle.

SDA-ATS