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Fussball - Auch in der Europa League wird die Gruppenphase lanciert. Die beiden Schweizer Vereine St. Gallen und Thun dürfen heute zum Auftakt zuhause antreten.
Der FCSG empfängt um 19 Uhr den russischen Vertreter Kuban Krasnodar. Um 21.05 Uhr wird die Heimpartie der Thuner gegen Rapid Wien angepfiffen.
Die Ostschweizer wollen in der ersten Europacup-Kampagne seit 2001 an die starken Leistungen der Playoffs anknüpfen. Dank dem Überraschungscoup Ende August in Moskau, als St. Gallen nach dem 1:1 im Hinspiel Spartak auswärts mit 4:2 bezwungen hatte, qualifizierte sich die Mannschaft von Jeff Saibene erstmals in der Klubgeschichte für die Gruppenphase eines europäischen Wettbewerbs. Die Ostschweizer sorgten landesweit für Aufsehen und ernteten für ihren Auftritt bei Spartak, das über zig-fach mehr Mittel als der FCSG verfügt, viel Applaus. Noch vor drei Jahren und dem Abstieg in die Challenge League hatte dem ältesten Schweizer Fussballklub der Bankrott gedroht.
Wie gegen Spartak tritt St. Gallen auch in der Gruppenphase gegen Kuban Krasnodar, Swansea City und Valencia als Aussenseiter an. "Sportlich ist diese Gruppe eine grosse Herausforderung", sagte Captain Philippe Montandon. Am Ende einer Karriere könne nicht jeder von sich behaupten, einmal in der Europa League gespielt zu haben. "Für uns alle ist dies eine Riesenerfahrung", so der 31-Jährige.
Das eher unbekannte Kuban Krasnodar qualifizierte sich dank Rang 5 in der letzten Saison der russischen Meisterschaft erstmals für einen europäischen Wettbewerb. In der EL-Qualifikation setzte sich Kuban gegen den schottischen Vertreter Motherwell (2:0, 1:0) und gegen Feyenoord Rotterdam (1:0, 2:1) souverän durch.
Die Ostschweizer wollen heute ihre erfolgreiche Serie der vergangenen Wochen fortsetzen. Der FCSG ist nach den beiden Niederlagen zum Meisterschaftsauftakt seit mittlerweile neun Pflichtspielen ungeschlagen.
Für den FC Thun sind die kommenden Europacup-Spiele ein Bonus. Die Berner Oberländer haben die Erwartungen schon übertroffen. Es beginnt eine Reise ins Ungewisse. Nur die wenigsten im Kader haben schon eine Europacup-Gruppenphase bestritten. Auch deshalb sagt Trainer Urs Fischer: "Wir sind der Aussenseiter in dieser Gruppe." Für die Thuner war bereits das Überstehen der Qualifikation ein grosser Erfolg. Doch nur weil sie bereits mehr geschafft haben als allgemein angenommen, geben sie sich längst nicht mit dem Erreichten zufrieden. Rapid Wien, Dynamo Kiew und Genk seien nicht übermächtig, in Weiterkommen möglich, betonten Trainer Urs Fischer und Sportchef Andres Gerber.
Man will sich in Thun nicht kleiner machen, als man ist. Natürlich ist der Super-League-Vertreter das finanzielle Leichtgewicht der Gruppe. Doch gegen die pekuniäre Logik anzuspielen, ist sich der Klub gewohnt. Er tut das in der Meisterschaft mit anhaltendem Erfolg - und auch zuletzt beim 3:0 gegen den serbischen Meister Partizan Belgrad am Ende der EL-Quali. Was der FC Thun in den vergangenen Wochen auf europäischem Parkett geleistet hat, ist durchaus vergleichbar mit dem unvergesslichen Höhenflug von 2005, der die Berner Oberländer damals in die Champions League geführt hatte.

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SDA-ATS