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Der Bündner Martin Schmid (mitte) und der Zürcher Ruedi Noser (rechts), wollen nicht in den Bundesrat. Beide Ständeräte geben Karin Keller-Sutter den Vorrang.

KEYSTONE/LUKAS LEHMANN

(sda-ats)

Der Reigen möglicher Nachfolger von Johann Schneider-Ammann lichtet sich weiter: Der Zürcher Ständerat Ruedi Noser nimmt sich aus dem Rennen. Auch der Bündner Martin Schmid verzichtet.

Beide wollen Karin Keller-Sutter den Vorrang geben. Noser schrieb in einem Tweet, die Zeit sei reif für eine Frau. Auch Martin Schmid teilte am Freitag mit, er folge mit seinem Verzicht dem weit verbreiteten Wunsch, "dass eine freisinnige Frau im Bundesrat nachfolgen soll". Mit Karin Keller-Sutter stehe eine ausgewiesene und fähige Kandidatin zur Verfügung.

Schmid lässt in der Mitteilung aber durchblicken, dass ihn das "hohe Amt" durchaus gereizt hätte. Er hätte sich "sehr gerne" für die Interessen der Wirtschaft und des Berggebietes im Bundesrat eingesetzt. Nach seiner eigenen Einschätzung würde er viele Voraussetzungen für die Aufgabe erfüllen und die notwendige Führungserfahrung mitbringen.

Der 49-jährige Bündner will sich nun weiter auf die Arbeit im Ständerat konzentrieren. Dort will er für eine dritte Legislaturperiode nach 2019 kandidieren.

Mehrere Freisinnige verzichten

Schmid wurden in den Medien wiederholt Chancen für die Wahl zugestanden. Er ist aber nicht der erste der freisinnigen Favoriten, der sich aus dem Rennen nimmt.

Erst am Mittwoch verzichtete der Urner FDP-Ständerat Josef Dittli auf eine Kandidatur. Auch er will Karin Keller-Sutter nicht konkurrieren und die Wahl einer FDP-Frau ermöglichen. Ständerat Andrea Caroni aus Appenzell Ausserrhoden verzichtet aus familiären Gründen und Carmen Walker Späh will lieber Zürcher Regierungsrätin bleiben.

Empfehlung aus der Stadt Zürich

Die FDP der Stadt Zürich empfiehlt in einer Mitteilung vom Freitag Regine Sauter als Bundesrätin. Die Nationalrätin und Direktorin der Zürcher Handelskammer vertrete die urbane, aufgeschlossene, weltoffene und optimistische Schweiz. Ob Regine Sauter aber überhaupt antreten will, ist noch offen; die 52-Jährige weilt in den Ferien und will sich bis anfangs nächster Woche entscheiden, wie sie auf Anfrage sagte.

Bis am 24. Oktober müssen die FDP-Kantonalparteien die Kandidaturen melden. Nominiert wird dann am 16. November durch die Fraktion. Am 5. Dezember finden schliesslich die Ersatzwahlen statt.

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SDA-ATS