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Roger Federer qualifiziert sich am Australian Open ohne Satzverlust für seinen 14. Halbfinal. Der Titelverteidiger setzt sich gegen den Tschechen Tomas Berdych mit 7:6 (7:1), 6:3, 6:4 durch.

Am Ende war es wie immer in Melbourne, wenn sich Federer und Berdych gegenüberstanden: Der Schweizer siegte auch im fünften Vergleich der beiden in Down Under. Nicht so klar wie im Vorjahr, als er Berdych in der 3. Runde nur zehn Games überlassen hatte, aber letztlich doch souverän. Das Rebreak zum 2:2 im dritten Satz konterte der 36-jährige Baselbieter mit einem weiteren Servicedurchbruch und brach damit den Widerstand des 32-jährigen Tschechen endgültig. Nach 2:14 Stunden verwertete er den ersten Matchball mit einem Aufschlagwinner.

Knapp zwei Stunden zuvor hatte nur wenig auf den klaren Sieg Federers hingedeutet. Dem Weltranglisten-Zweiten missglückte für einmal der Start in eine Partie komplett. Sein erstes Aufschlagspiel musste Federer gleich abgegeben, nach gut zehn Minuten lag er 0:3 zurück. Zwar fand der Titelverteidiger den Rhythmus bei eigenem Service schnell und reduzierte die Fehlerzahl in seinem Spiel, als wegweisend erwiesen sich aber die Geschehnisse im neunten Game.

Federer erspielte sich bei Aufschlag Berdychs zwei Breakchancen und nahm bei der ersten eine Challenge. Das Hawk-Eye gab ihm laut Schiedsrichter nicht recht, die Anzeige im Stadion funktionierte allerdings nicht. Dass ihm deswegen die letzte Chance im Satz genommen wurde, auf das elektronische Hilfsmittel zurückzugreifen, nervte den Schweizer, der sich für einmal auf eine Diskussion mit dem Schiedsrichter einliess. "Ich war frustriert und etwas wütend", gab Federer danach zu.

Spätestens ab diesem Zeitpunkt war der Schweizer allerdings endgültig im Spiel angekommen. Zwar musste er im besagten neunten Game einen Satzball Berdychs abwehren, bevor er das Break schaffte, doch sein Spiel erreichte nun wieder das gewohnte Niveau – auch wenn sich dem Tschechen bei 6:5 als Rückschläger noch einmal eine Chance zum Satzgewinn bot. Doch Federer verhinderte erneut seinen ersten Satzverlust in diesem Turnier und schaltete im Tiebreak noch einmal einen Gang höher. Er entschied die Kurzentscheidung mit 7:1 für sich.

"Der erste Satz war der Schlüssel zum Sieg", sagte Federer. Danach folgte seine nächste Gala an diesem Turnier. Was Berdych auch probierte, sein Widersacher hatte fast immer die bessere Antwort. Ob mit der Vorhand, der Rückhand, am Netz oder mit einem Stopp, Federer packte einige Zauberschläge aus und begeisterte die Zuschauer in der Rod Laver Arena einmal mehr. Noch immer ist er in diesem Jahr im Melbourne Park ohne Satzverlust, nachdem er im Vorjahr bei seinem Weg zum Titel mehrmals über fünf Sätze hatte gehen müssen. "Ich bevorzuge den diesjährigen Weg", sagte Federer mit einem Lachen. Er stehe am Morgen besser auf.

Im Halbfinal trifft er auf den Südkoreaner Chung Hyeon (ATP 58), gegen den er noch nie gespielt hat. Er habe den 21-Jährigen noch nicht allzu oft spielen gesehen, sagte Federer. "Aber es ist gut, dass es neue Gesichter gibt." Federer ist der Einzige der alten Garde, der den Einzug in die Halbfinals geschafft hat. Spätestens nach dem Ausscheiden von Rafael Nadal ist der Titelverteidiger auch der ganz grosse Favorit auf den Titel in diesem Jahr.

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SDA-ATS