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Vorsicht beim Austauschen von Bildern: Nicht immer sind Bekannte im Internet die Personen, für die sie sich ausgeben. (Gestellte Aufnahme/Symbolbild)

Keystone/CHRISTOF SCHUERPF

(sda-ats)

Das Bundesamt für Polizei (fedpol) hat im vergangenen Jahr 161 Meldungen von Opfern von Sextortion registriert, also von Erpressung mit intimen Fotos oder Videos. Wer Opfer solcher Taten wird, soll laut fedpol nicht zahlen, sondern sich bei der Polizei melden.

Das Bundesamt geht davon aus, dass im vergangenen Jahr die Zahl der Opfer höher war als die 161 gemeldeten Fälle. Denn viele Opfer schämten sich, die Erpressung zu melden, schrieb das Bundesamt am Montag. Sexuelle Nötigung und Erpressung seien Verbrechen, und Täter würden verfolgt und bestraft, hält es fest.

Mit dem Ziel, an Geld oder andere Gefälligkeiten zu kommen, gäben sich Cyberkriminelle in Netzwerken und Datingplattformen als neue Bekannte aus, spiegelten ihren späteren Opfern Interesse vor und verlangten intime Bilder. Erhielten sie diese, erpressten sie den Absender oder die Absenderin.

Besondere Vorsicht geboten ist laut fedpol bei Kindern und Jugendlichen: Pädokriminelle gäben sich als Gleichaltrige aus, um an pornografische Bilder zu kommen. Man solle sich bewusst sein, dass Chatpartner nicht immer die Personen seien, für die sie sich ausgäben, rät das fedpol.

Auf seiner Internetseite hat das Bundesamt einen neuen Warnfilm der Europäischen Polizeibehörde Europol aufgeschaltet. Der Film zeigt, wie Täter zuerst Vertrauen zu den Opfern aufbauen und sie dann mit intimen Aufnahmen erpressen.

Das fedpol rät Opfern, nicht zu zahlen wenn Geld gefordert wird. Es empfiehlt, den Chat abzubrechen und Anzeige zu erstatten. Screenshots und Textnachrichten sollten der Polizei übergeben werden, um deren Arbeit zu unterstützen.

https://www.fedpol.admin.ch/fedpol/de/home/aktuell/news/2017/2017-06-19.html

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SDA-ATS