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Bei einer Solidaritätskundgebung für den inhaftierten Ex-Ölunternehmer und Kreml-Kritiker Michail Chodorkowski sind am Sonntag in Moskau rund 30 Oppositionelle festgenommen worden. Etwa 200 Demonstranten hatten sich im Zentrum der russischen Hauptstadt versammelt.

Einige der Demonstranten, die sich in der Fussgängerzone Arbat versammelt hatten, trugen rote T-Shirts mit dem Konterfei Chodorkowskis. Sie liessen zudem Luftballons mit Chodorkowski-Porträts steigen.

Die Demonstranten riefen Parolen wie "Freiheit für Chodorkowski, (Ministerpräsident Wladimir) Putin ins Gefängnis", als die Polizei einschritt. An einer genehmigten Kundgebung in St. Petersburg nahmen rund 150 Menschen teil, die die Freilassung Chodorkowski forderten und ihm einen "Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag" wünschten.

Der Chef des inzwischen zerschlagenen Ölkonzerns Yukos, der am Sonntag 48 Jahre alt wurde, war 2003 festgenommen und in zwei Prozessen wegen Betrugs, Steuerhinterziehung und Geldwäsche verurteilt worden.

In einem Berufungsverfahren wurde seine Haftstrafe im Mai um ein Jahr auf 13 Jahre reduziert. Der 47-Jährige müsste damit bis 2016 in Haft bleiben. Er sitzt seine Haftstrafe derzeit in einem Straflager in Karelien im Nordwesten Russlands ab.

Beobachter gehen davon aus, dass die Verfahren gegen Chodorkowski und seinen Geschäftspartner Platon Lebedew politische Prozesse waren. Chodorkowski, einst der reichste Mann Russlands, hatte zunehmend gegen Putin Stellung bezogen und die Opposition unterstützt.

Putin, so heisst es, habe sich mit Hilfe der Justiz eines gefährlichen Gegners entledigt und zugleich den anderen russischen Oligarchen deren Grenzen aufgezeigt.

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SDA-ATS