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FIFA soll in Zürich stärker zur Kasse gebeten werden

Die FIFA soll in Zürich mehr Steuern zahlen. Das Zürcher Stadtparlament, der Gemeinderat, hat am Mittwoch mit 75 zu 46 Stimmen ein entsprechendes Postulat überwiesen. Es fordert den Stadtrat auf, Schritte zu prüfen.

Unterstützt wurde der Vorstoss ausser von der AL von SP, Grünen, GLP, EVP und SD. Dagegen wehrten sich SVP, FDP und CVP.

Die FIFA werde steuertechnisch nach wie vor als Verein mit ideellem Zweck betrachtet. Damit zahle sie jährlich maximal eine Million Franken Steuern, kritisierte ein Sprecher der AL, die den Vorstoss eingereicht hatte. Dies, obwohl sie eigentlich längst eine kommerzielle Grossorganisation sei mit einem Gewinn von jährlich mehreren Millionen Franken und einem Eigenkapital von ebenfalls mehreren hundert Millionen.

Bei der FIFA handle es sich nicht um Wohltäter, sagte eine SP-Sprecherin. Die Kosten etwa für Sicherheitsaufwand bei Besuchen von Fussballstars aber auch den feudalen FIFA-Sitz zahlten die Steuerzahlenden, die Radio- und Fernseh-Übertragungskosten die Gebührenzahler.

Die Befürworter des Postulats appellierten an den Grundsatz der Steuergerechtigkeit. Die FIFA sei mittlerweile einer der grössten Lizenzhändler, sagte ein GLP-Sprecher. Es sei nicht einzusehen, weshalb sie nicht entsprechend besteuert werden solle.

Die bürgerliche Ratsseite verteidigte die FIFA. Internationale Sportverbände könnten auf Gesuch vom Bundesrat steuerbefreit werden. Ein solches Gesuch habe die FIFA in den 80 Jahren, in denen sie ihren Sitz schon in Zürich habe, noch nie gestellt, lobte ein SVP-Sprecher. Sie zahle ihre Steuern gemäss ordentlicher Veranlagung.

Die Angst der SVP

Man könne sich fragen, ob die Organisationsform Verein die richtige sei, oder eine AG nicht angemessener wäre, räumte ein FDP-Sprecher ein. Es sei aber die Privatsache von jedem, sich so zu organisieren, wie er wolle. Ein SVP-Vertreter warnte, das bei einer höheren Besteuerung die FIFA aus Zürich wegziehen könnte.

Der Stadtrat war bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Es könne eine Diskussion auslösen darüber, wie hoch die Rückstellungen sein dürften, bis eine andere Besteuerung fällig sei. Man dürfe nicht vergessen, dass sehr viele Leute in Zürich heute von der FIFA profitierten, namentlich der Tourismus.

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