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Mehrere Schweizer Banken sind ins Visier der Aufsichtsbehörde geraten. Nach der britischen Aufsicht untersucht nun auch die Finma, ob Banken unerlaubt an Währungskursen herumgeschraubt haben.

Die Finma spricht sich bei ihren Ermittlungen mit den Behörden anderer Länder ab. Die Finma nannte bei der Bekanntgabe der Untersuchung am Freitag allerdings keine Namen betroffener Finanzinstitute und gab auch sonst keine weiteren Details bekannt. Ein Sprecher der Behörde machte keine Ausführungen, ob Befragungen und Durchsuchungen Teil der Ermittlungen seien.

Nebst der Eidg. Finanzmarktaufsicht hat auch die Wettbewerbskommission (Weko) Vorabklärungen eröffnet. Dies sei bereits vergangenen Montag geschehen, teilte die Weko am Freitagabend mit. Die Einleitung weiterer Schritte zu einem späteren Zeitpunkt werde gegenwärtig geprüft, heisst es im Communiqué. Das Sekretariat stehe im Kontakt mit der Finma.

Deren Untersuchungen dürften Banken mit einem Devisenhandelsgeschäft betreffen. Die beiden Grossbanken UBS und Credit Suisse sowie die Schweizerische Bankiervereinigung lehnten eine Stellungnahme ab. Die Zürcher Kantonalbank sagte der Nachrichtenagentur awp, sie habe keine Kenntnis von Untersuchungen.

Auch London ermittelt

In den vergangenen Monaten hatte es bereits andernorts Hinweise darauf gegeben, dass Devisenkurse möglicherweise manipuliert worden sind. So hat die britische Finanzaufsicht im Juni in London bekannt gegeben, dass sie Untersuchungen wegen möglicher Manipulationen auf dem Devisenmarkt eingeleitet habe.

Die britischen Behörden gaben am Freitag aber keinen Hinweis darauf, ob sie in diesem Fall an die Finma gelangt seien. Sie verweisen auf die generelle Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsbehörden.

Grossbanken im Visier

Auch die Financial Conduct Authority (FCA) in London nennt keine Namen von Finanzhäusern. Laut Presseberichten betrifft die Untersuchungen globale Grossbanken. Genannt wurden neben der UBS die Deutsche Bank, die amerikanische Citigroup und die britische Barclays.

Laut der "Financial Times" war der Verdacht laut geworden, dass Banken Informationen über geplante grosse Devisengeschäfte genutzt haben, die sie im Auftrag ihrer Kunden abwickeln, um dabei für sich selbst Vorteile zu erzielen. Die Banken hätten ihre eigenen Geschäfte mit zeitlichem Vorsprung und den Informationen über die geplanten Kundengeschäfte im Hinterkopf abgewickelt, schreibt die Zeitung.

SDA-ATS