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Zug - Ein 29-jähriger Mann ist am Montag aus der Strafanstalt Zug geflohen. Er versteckte sich im Grünabfuhr-Container. Der Serbe hätte eine dreieinhalbjährige Haftstrafe verbüssen müssen. Eine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung gehe von ihm nicht aus.
Dies teilten die Zuger Strafverfolgungsbehörden am Dienstag mit. Der in Dagmarsellen LU wohnhafte Mann verbüsse seit April eine dreieinhalbjährige Haftstrafe wegen verschiedenen Delikten im Bereich der häuslichen Gewalt, heisst es weiter.
Kurz nach 17 Uhr meldeten Mitarbeitende der Strafanstalt Zug der Zuger Polizei, dass ein Insasse geflüchtet sei. Die sofort eingeleitete Fahndung blieb erfolglos. Der Entwichene wurde national zur Verhaftung ausgeschrieben.
Erste Ermittlungen zeigen, dass der Ausbrecher am Nachmittag im Innenbereich der Strafanstalt in der Werkstatt mit Holzarbeiten beschäftigt war. Während diesen Arbeiten gelang es ihm, sich unbemerkt in einem Container für Grünabfuhr zu verstecken.
Der Behälter wurde später zur Leerung durch die Fahrzeugschleuse nach draussen gefahren und ausserhalb der Strafanstalt abgestellt. Dort öffnete der 29-Jährige kurz nach 15.30 Uhr die Luke und flüchtete zu Fuss in Richtung Bahnhof.
Die Container sind mit Abfallholz oder Sägemehl randvoll gefüllt und nur schwer zu kontrollieren, wie es weiter heisst. Ein sich darin befindender Insasse falle vom Gewicht her nicht auf. Ein Gerät, das den Herzschlag eines Versteckten erfassen kann, ist in der Strafanstalt Zug nicht installiert.
Container manuell durchsuchen
Die betroffenen Stellen haben gleich nach dem Vorfall erste Veränderungen angeordnet: Ab sofort wird jeder einzelne Container vor dem Verlassen der Strafanstalt manuell durch Mitarbeitende der Strafanstalt durchsucht. Diese Sofortmassnahme gelte bis zur Umsetzung anderer geeigneter Massnahmen, heisst es weiter.
Unabhängig vom Vorfall hatte der Sicherheitsdirektor des Kantons Zug, Regierungsrat Beat Villiger, im ersten Halbjahr 2010 eine Risikoanalyse des Sicherheitskonzeptes der Strafanstalt durch eine externe Firma in Auftrag gegeben. Das Resultat der Analyse ist auf Ende August 2010 angekündigt.

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SDA-ATS