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Die Organisation Ärzte ohne Grenzen bringt Schiffbrüchigen im Mittelmeer Schwimmwesten. Nach der neuen Flüchtlingstragödie werden noch 96 Menschen vermisst. (Archivbild)

KEYSTONE/AP MSF/BORJA RUIZ RODRIGUEZ

(sda-ats)

Im Mittelmeer hat sich eine neue Flüchtlingstragödie abgespielt. Beim Kentern eines Flüchtlingsschiffes mit 130 Menschen an Bord sind mindestens sieben Personen ums Leben gekommen, 96 werden vermisst.

Sie waren in einem Schlauchboot von Libyens Küste aus in Richtung Italien gestartet. 27 Personen konnten gerettet werden, teilte die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) am Donnerstag über den Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Die Organisation leistete mit ihrem Schiff "Argos" den Überlebenden Hilfe.

"Täglich ereignet sich eine Flüchtlingstragödie im Mittelmeer", klagte MSF. Die Organisation fordert mit Nachdruck die Einrichtung humanitärer Korridore, um Flüchtlingen zu ermöglichen, über sichere Wege nach Europa zu gelangen.

Nach zwei Flüchtlingsunglücken im Mittelmeer Anfang dieser Woche wurden bereits bis zu 240 Tote befürchtet. Geborgen wurden seit Anfang der Woche zehn Tote, erklärte die italienische Küstenwache am Mittwoch. 230 Menschen würden aber weiterhin vermisst, die Suche nach ihnen werde fortgesetzt. Die Überlebenden erreichten unterdessen den Hafen der sizilianischen Stadt Catania.

Bereits am Montag war ein Schlauchboot gekentert, lediglich 15 Flüchtlinge überlebten das Unglück. Fünf Menschen konnten nur noch tot geborgen werden, Überlebende sprachen zudem von 135 Vermissten. Bei einem weiteren Unglück am Dienstag kamen ebenfalls mindestens fünf Menschen ums Leben, 23 Flüchtlinge konnte die italienische Küstenwache retten. Weitere 95 Menschen werden noch vermisst.

Die Zahl der bei ihrer Flucht nach Europa ums Leben gekommenen Flüchtlinge ist in diesem Jahr besonders hoch. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) starben bisher 4271 Menschen im Mittelmeer. 2015 hatte die Organisation 3770 Todesfälle gezählt.

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SDA-ATS