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Das erste Flüchtlingsboot, das seit dem Beginn des Konfliktes in Libyen von dort aus in Richtung Europa gestartet ist, hat sich am Samstag der italienischen Küste genähert. Insgesamt 350 Menschen befanden sich nach Angaben eines katholischen Priesters auf dem Schiff.

Es war demnach in der Nacht zum Freitag in der libyschen Hauptstadt Tripolis in See gestochen. Der Priester Mussie Zerai, der zu dem Schiff Kontakt hatte, sagte der Nachrichtenagentur AFP, an Bord seien vor allem Menschen aus Eritrea, Äthiopien und Somalia.

Das überfüllte Schiff bewegte sich laut Zerai am Samstagabend in Richtung der italienischen Insel Lampedusa.

Frau bringt auf Boot Kind zur Welt

Nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks UNHCR musste ein italienischer Helikopter zu dem Schiff geschickt werden, weil eine Frau während der Überfahrt ein Baby geboren hatte.

Der Priester sagte, die Frau habe am Samstagnachmittag ihr Kind zur Welt gebracht. "Einer anderen Schwangeren geht es schlecht und die Menschen haben Angst, dass auch sie an Bord ihr Baby bekommt", sagte Zerai.

Der libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi hatte gedroht, den Flüchtlingen die Tore nach Europa zu öffnen. Er warnte, dass tausende illegale Einwanderer nach Europa kommen würden. In den vergangenen Jahren hatte Libyen aufgrund von Vereinbarungen mit EU-Staaten seine Küsten streng bewacht.

Angespannte Lage in Lampedusa

Auch in Tunesien wurden die Kontrollen an den Küsten im Zuge der politischen Umwälzungen vernachlässigt. Auf der Insel Lampedusa kamen seit dem Umsturz in Tunesien Anfang des Jahres mehr als 15'000 illegale Einwanderer an, die meisten von ihnen aus Tunesien.

Die Flüchtlingslager auf der Insel sind überfüllt. Die hygienischen Bedingungen sind sehr schwierig, die Behörden klagen über Wasserknappheit. Unter den Migranten, die darauf warten, auf das Festland gebracht zu werden, nehmen die Spannungen zu. Die Organisation Save the Children forderte angemessene Unterkünfte für die 250 Minderjährigen unter den Flüchtlingen auf Lampedusa.

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SDA-ATS