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Rückkehr zur Routine nach vier Tagen Dauerstreik: Die Lufthansa ist am Sonntag wieder weitgehend nach Plan geflogen. "Der Flugbetrieb hat sich normalisiert", sagte ein Sprecher von Deutschlands grösster Airline in Frankfurt.

Auf der Langstrecke habe es aus betrieblichen Gründen noch einzelne Ausfälle gegeben. Ob und wann die Piloten ihren Streik fortsetzen, blieb bislang unklar. Neue Ausstände seien jederzeit möglich, würden aber 24 Stunden vorher angekündigt, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC).

Derweil steht bei der Lufthansa am Montag der nächste schwierige Tarifkonflikt an: Die Gewerkschaft Verdi verlangt für rund 33'000 Bodenbeschäftigte 5,5 Prozent mehr Geld.

Der Streik der Piloten hatte - in der seit einem Jahr inzwischen zwölften Welle - von Mittwoch bis Samstag um Mitternacht gedauert. Lufthansa hatte am Samstag nach eigenen Angaben 74 von 160 geplanten Langstreckenrouten streichen müssen. Gut 20'000 Passagiere seien davon betroffen gewesen, hiess es.

Auch bei den Frachtflügen war es zu Ausfällen gekommen - jedoch weniger stark als zunächst angenommen. Der Tarifkonflikt, der sich vor allem um die Frühpensionierungsregelung für das Cockpitpersonal dreht, ist nach wie vor ungelöst.

Weitere Streitpunkte

In den Verhandlungen mit Verdi zum Bodenpersonal geht es unterdessen nicht nur um Geld. Der eigentliche Konfliktpunkt dürfte die Weigerung der Gewerkschaft sein, mit der Fluglinie in dieser Runde auch über die betriebliche Altersversorgung der Beschäftigten zu sprechen.

Lufthansa hatte die bisherigen Regelungen zur Betriebsrente zum Jahresende 2013 gekündigt, weil die Rentenzusagen auf einem Zinssatz oberhalb von sechs Prozent basierten, der aktuell am Kapitalmarkt nicht mehr zu erreichen sei.

Der Dax-Konzern will den Mitarbeitern künftig nur noch feste Beiträge zu ihrer Alterssicherung zahlen. Bis zu einer Neuregelung gelten noch die alten Bestimmungen.

Wenig Rückhalt

Der Streik der Piloten findet in der Bevölkerung nur noch wenig Rückhalt. Bei einer repräsentativen Yougov-Umfrage im Auftrag der Kommunikationsagentur Ketchum Pleon erklärten 55 Prozent der Teilnehmer, sie hielten den Streik nicht mehr für verhältnismässig.

Eine Mehrheit von 52 Prozent sieht die Pilotengewerkschaft als den wesentlichen Verursacher der laufenden Streikwelle. Rund eine Million Passagiere waren bisher von den Ausständen des Cockpit-Personals betroffen. Das Lufthansa-Management sahen nur 19 Prozent als Urheber des heftigsten Tarifkonflikts in der Unternehmensgeschichte.

Auch bei Aktionärsschützern braut sich immer mehr Unmut über das Vorgehen der kleinen Spartengewerkschaft zusammen. Sie verlangen laut einem Bericht der "Bild am Sonntag", dass die Vertreter der Vereinigung Cockpit den Lufthansa-Aufsichtsrat verlassen. "Das Mass der Aktionäre ist voll", sagte Marc Tüngler, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), der Zeitung.

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SDA-ATS