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Flughafen-Zürich-CEO Thomas Kern will im Fluglärmstreit mit Deutschland eine Lösung, "die sich nicht an Landesgrenzen misst". Vielmehr brauche es ein faires Nutzen-Lasten-Verhältnis, sagte er in einem Interview mit der "SonntagsZeitung".

Kern stört sich an den Spielregeln, welche der deutsche Verhandlungspartner im Fluglärmstreit anwendet. "Die Spielregeln sind nicht die gleichen wie etwa für den Münchner oder den Frankfurter Flughafen", sagte Kern.

14 Prozent aller in Zürich abfliegenden Passagiere wohnten in Deutschland. "Im Verhältnis zu 33 Prozent aus der Schweiz sind das einige." 70 Prozent der Passagiere würden ausserdem von Fluggesellschaften transportiert, die einen Bezug zu Deutschland hätten, sagte Kern weiter.

Weitere Einschränkungen nicht verkraftbar

Der Direktor des Zürcher Flughafens betonte im Interview, dass weitere Einschränkungen für das heutige Flugsystem nicht verkraftbar wären. "Weitere Flugbeschränkungen würden letztlich die Wirtschaft in der Schweiz und in Süddeutschland in ihren Grundfesten erschüttern."

Kern konstatiert im Interview eine andere Verhandlungstaktik des deutschen Partners. "Wir haben wohl eine etwas andere Streitkultur. Wir sind kompromissorientiert, das hat auch oft Vorteile." In solchen Situationen wie den Verhandlungen zum Fluglärm sei dies aber eher von Nachteil, sagte der Flughafen-CEO.

SDA-ATS