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Islamabad - Bei der Flutkatastrophe in Pakistan steht gemäss der Meteorologiebehörde des Landes das Schlimmste noch bevor. Behördenchef Qamar-u-Zaman Chaudhry sagte, nach Regenfällen im Norden zu Wochenbeginn rolle eine zweite Flutwelle durch die zentralpakistanische Provinz Punjab und weiter nach Süden.
Die Wassermassen liessen den Fluss Chenab anschwellen und könnten trotz Schutzmassnahmen die Stadt Multan mit ihren rund 4,5 Millionen Einwohnern treffen. Das wäre die bislang grösste von der Flut betroffene Stadt. Chaudhry sagte am Donnerstag in Islamabad: "Die nächsten zehn Tage werden sehr entscheidend sein."
Nach Angaben der UNO kosteten die schwersten Überflutungen in der Geschichte Pakistans rund 1200 Menschen das Leben. Das ist weniger, als zunächst befürchtet wurde. Etwa 14 Millionen sind von der Katastrophe betroffen, davon sechs Millionen Kinder. Sechs Millionen Menschen benötigen dringend Überlebenshilfe. In einem Spendenaufruf hatte die UNO am Mittwoch bei ihren Mitgliedsstaaten 459 Millionen Dollar Soforthilfe angefordert.
Die Schweiz reagierte bereits und verdoppelte ihre Pakistan-Hilfszusage für das UNO-Welternährungsprogramm WFP auf 1 Million Franken. Für das Internationale Komitee vom Roten Kreuz IKRK stockte der Bund die Hilfen um 2 Mio. auf 3 Mio. Franken auf.
Erste Pegel fallen
In den am heftigsten betroffenen Provinzen Sindh und Punjab fielen erstmals die Pegel von mehreren Flüssen und Staudämmen. Allerdings wurden in der Stadt Muzaffargarh erneut 400'000 Menschen vor den anrollenden Fluten evakuiert.
Für die kommenden Tage rechneten die Meteorologen nur noch mit vereinzelten Niederschlägen. Dagegen litten die Flutopfer unter glühender Hitze; die Gefahr von Krankheiten und Seuchen stieg weiter.
Nach Angaben eines Sprechers des UNO-Nothilfebüros (OCHA) entstanden im Punjab erste Zeltstädte. "Wir schätzen, dass mindestens zwei Millionen Menschen dringend Obdach brauchen, einem Viertel von ihnen haben wir bereits helfen können", sagte der OCHA-Sprecher.
Ernte vernichtet
Durch die Flutkatastrophe entstehen auch Milliardenschäden für die Landwirtschaft. Die Bauern rechnen nun mit grossen Ernteausfällen bei Weizen, Zucker, Reis und Baumwolle. Bis zu 500'000 Tonnen der Weizenernte seien weggespült worden, teilte die Vereinigung der Landwirte mit.

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SDA-ATS