Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Wendy Holdener hat fordernde Wochen vor sich. Das gedrängte Programm sieht neben den zahlreichen Starts in den technischen Disziplinen auch Abfahrtstrainings vor.

Sie war froh um die paar freien Tage zu Hause. Abschalten vom Alltag als Skirennfahrerin war angesagt. "Die Pause hat mir gut getan", sagt Wendy Holdener. "Ich habe diesen Abstand gebraucht." Der enttäuschende Verlauf der Rennen am vorletzten Wochenende in Killington im US-Staat Vermont wirkte nach. In "einem Loch" sei sie gewesen, erzählt die Schwyzerin weiter. Der 19. Rang im Riesenslalom und das Ausscheiden im zweiten Slalom-Lauf haben sie länger beschäftigt als üblich. Wendy Holdener ist eine Athletin, die vieles hinterfragt. Manchmal zu vieles.

Die Motivation hat sie mittlerweile wiedererlangt. Der aus den USA mitgenommene Ärger hat der Vorfreude auf die Rückkehr ins Engadin Platz gemacht. "Ich bin sehr gerne hierher zurückgekommen." Alles bestens also in St. Moritz, wo sie vor zehn Monaten Weltmeisterin in der Kombination und Zweite im Slalom geworden war? Nicht ganz. Aus sportlicher Sicht hat sich die Reise in den letzten WM-Ort nicht wie gewünscht angelassen.

Verkehrte Welt

Am Donnerstag muss sich Wendy Holdener in einer verkehrten Welt gewähnt haben. Auf den Super-G-Ski fühlte sie sich sofort wohl, dafür harzte es zwischen den Slalom-Stangen. Ausgerechnet in ihrer stärksten Disziplin fand sie den Tritt nicht auf Anhieb. "Solche Tage gibt es halt ab und zu." Es blieb nicht bei diesem einen Tag. Auch ihre Leistung im Slalom der Kombination am Freitag stellte sie nicht restlos zufrieden. "Es war ein solider Lauf. Mehr nicht. Es ging noch nicht so einfach von der Hand." Sie berichtet ruhig und sachlich. Die Gewissheit, im Slalom längst Stabilität auf höchstem Level erlangt zu haben, macht gelassen.

Wendy Holdener ist derzeit nicht nur auf der Suche nach dem perfekten Slalom-Schwung. Sie hat auch die Vorbereitung auf die Kombination an den Olympischen Spielen in Pyeongchang in ihre Planung einzubeziehen und den Fakt, dass sich der Wettkampf aus Abfahrt und Slalom zusammensetzt. Kein leichtes Unterfangen, denn in der Abfahrt fehlen ausserhalb des Weltcups Übungsmöglichkeiten. Wendy Holdener will in Südkorea bereit sein für den Kampf um die Medaillen, weshalb sie die Teilnahme an den Trainings in der nächsten Woche für die Abfahrt in Val d'Isère ins Auge gefasst hat. "Mir geht es nur um die Trainings", sagt sie. "Die Abfahrt werde ich nicht bestreiten."

Gedrängtes Programm und eine Pause

Alternativen zu Val d'Isère sieht die Innerschweizerin keine. Der Weltcup-Kalender ist nach dem Abstecher nach Savoyen bis Mitte Januar mit Slaloms und Riesenslaloms zu gedrängt für den temporären Wechsel auf die langen Ski. Zudem hat sie vor dem Abflug nach Seoul noch einmal eine Pause vorgesehen. Vor dem Highlight des Winters will sie noch einmal Kraft tanken. Und etwas Abstand gewinnen.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.










SDA-ATS