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Die pannenanfälligen "Cisalpino"-Neigezüge sollen aus dem Verkehr gezogen werden. Das fordert das Lok- und Zugpersonal der SBB in einer Resolution. Die Bahnangestellten hätten die Nase voll von diesen Zügen, heisst es darin.

Das Fass zum Überlaufen gebracht habe der Brand in einem der ETR-470-Neigezüge im Tessin. Der Zugpersonalverband Schweiz und der Lokomotivpersonalverband - beide Unterverbände der Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV) - verabschiedeten den Text an ihren Delegiertenversammlungen, wie die SEV am Freitag mitteilte.

Immer dieselben Probleme

Seit die Neigezüge (ETR 470) 1993 in Betrieb genommen worden sind, seien immer wieder dieselben technischen Probleme aufgetreten, und sie hätten nie gelöst werden können, machen die Verbände geltend. Dadurch werde der Verkehr gestört und das Image des öffentlichen Verkehrs leide.

Wegen zu spät oder gar nicht verkehrenden Kompositionen und dadurch ausgelösten Reaktionen von Reisenden komme das fahrende Personal unter Druck. Die SBB habe Versprechungen, das Rollmaterial zu verbessern, nie eingehalten. "Das Personal und die Kundschaft fühlen sich verschaukelt", heisst es dazu in der Resolution.

SBB-Sprecher Reto Kormann sagte auf Anfrage, dass bei den ETR 470 der SBB dank der Wartung in der Schweiz zwar eine Verbesserung erreicht worden sei. Insgesamt erfüllten die Kompositionen die Anforderungen aber nach wie vor nicht. Für weitere Einzelheiten verwies er auf eine Medienkonferenz der SBB in der kommenden Woche.

Brand in Neigezug

Die SBB betreibt vier ETR-470-Züge - davon sind drei fahrtauglich - und die italienische Trenitalia fünf. Von diesen Kompositionen ist laut Kormann derzeit eine fahrtauglich. Die "Cisalpino Pendolino"-Züge sind in der Schweiz und in Italien unterwegs.

Das Nachfolgemodell ETR 610 ist seit Juli 2009 in Betrieb. Von den sieben bestellten Zügen sind bisher sechs ausgeliefert. Die Erfahrungen mit diesen Fahrzeugen seien bisher sehr gut, sagte der SBB-Sprecher.

Am 17. Mai kam es in einem "Cisalpino"-Neigezug zu einem Brand. Der Zug musste zwischen Airolo und Ambri angehalten werden, und die rund 70 Passagiere mussten ihre Reise per Bus fortsetzen. Der betroffene Zug gehörte der italienischen Staatsbahn Trenitalia.

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SDA-ATS