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Noch steht nicht fest, ob das Formel E-Rennen am 10. Juni 2018 in Zürich stattfindet. Im Rennkalender wurde das Rennen aufgeführt, doch die Bewilligung der Behörden steht noch aus. (Archivbild)

Keystone/AP/NG HAN GUAN

(sda-ats)

Die Verwirrung um das geplante Formel E-Rennen in der Stadt Zürich hat einen einfachen Grund: Etwas zu viel Euphorie bei den Initianten - ausgelöst durch einen wohlwollenden Brief der Stadt und die Aufnahme in den Rennkalender. Die offizielle Bewilligung fehlt noch.

"Wir waren wohl etwas gar euphorisch", begründete Roger Tognella, FDP-Gemeinderat, am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur sda das Vorpreschen per Medienmitteilung am Donnerstagabend. Der Stadtrat habe natürlich Recht. Die rechtlich gültige Bewilligung liege noch nicht vor.

Die Euphorie entstand vor allem wegen eines Briefes der Stadt. Darin habe sich der Stadtrat wohlwollend zum Formel E-Rennen geäussert und die Bewilligung in Aussicht gestellt, sagte Tognella.

Voraussetzung sei nur noch, dass man die Auflagen erfülle, etwa bezüglich Sicherheit. "Und wir sind der Meinung, dass wir diese Auflagen erfüllen können", sagte Tognella weiter. Seiner Meinung nach ist die Bewilligung deshalb so gut wie sicher.

Zürich steht schon auf dem Rennkalender

Der zweite Grund für das überhöhte Tempo in Sachen Kommunikation war der Motorsport-Weltverband FIA. Er nahm das für den 10. Juni geplante Rennen am Donnerstag in seinen Jahreskalender auf. "Wir arbeiten seit mehr als zwei Jahren darauf hin", sagte Tognella weiter. Vor lauter Freude über den Eintrag im FIA-Kalender sei dann die Mitteilung verschickt worden.

Ein Sprecher der Stadt Zürich musste die Euphorie am späten Donnerstagabend dann empfindlich dämpfen. Per Telefon informierte er die Redaktionen, darunter auch die Nachrichtenagentur sda, dass der Inhalt der Medienmitteilung der Vereine e-mobil Züri und OK ePrix Zürich gar nicht stimme. Der Stadtrat werde erst in den kommenden Wochen entscheiden.

Ein Rennen mit Volksfest

Sofern die offizielle Bewilligung für das Rennen dann wirklich erteilt wird, wollen die Organisatoren einen "Top-Event mit internationaler Ausstrahlung" durchführen. Neben dem eigentlichen Autorennen ist ein Volksfest geplant, an dem auch über E-Mobilität informiert werden soll.

Bereits vor geraumer Zeit hat sich die Zürcher Kantonsregierung zu E-Rennen geäussert: Der Regierungsrat begrüsse grundsätzlich ein Elektroauto-Rennen, weil es zu einer "grösseren internationalen Ausstrahlung Zürichs" beitragen könne.

Ihm ist aber wichtig, dass das Vorhaben "mit vernünftigem Aufwand und ohne grössere Behinderungen des Verkehrs" abgewickelt wird. Zudem spiele die Sicherheit der Zuschauerinnen und Zuschauer und der Teilnehmenden eine wichtige Rolle.

Seit Anfang April 2016 dürfen in der Schweiz Rundstreckenrennen mit E-Mobilen gefahren werden. Der Bundesrat erteilte die dafür erforderliche Bewilligung. Solche Rennen würden im Interesse der Wirtschaft und des Forschungsstandortes Schweiz liegen.

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SDA-ATS