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Freilegungsarbeiten an der Fundstelle auf dem Lötschenpass.

Archäologischer Dienst Kanton Bern, Kathrin Glauser

(sda-ats)

Am Lötschenpass haben Archäologen über 4000 Jahre alte Gegenstände aus einem Firnfeld geborgen. Sie interpretieren den Fund als Ausrüstungsgegenstände eines frühbronzezeitlichen Berggängers.

Erste Datierungen belegen, dass viele Fundstücke in der Zeit um 2000 bis 1800 v. Chr. auf dem Pass liegen geblieben sind, wie die bernische Erziehungsdirektion am Dienstag mitteilte. Dazu gehören unter anderem eine Spanschachtel mit grobem Getreidemehl, Pfeilenbogenfragmente, Pfeilspitzen aus Silex, kleine Lederstücke und ein Behälter aus Kuhhorn.

Bereits 2011 meldete der Hüttenwart der Lötschenpasshütte dem Archäologischen Dienst des Kantons Bern, dass sich in einem ausapernden Firnfeld Objekte zeigten. Erst nach dem schneearmen Winter und dem warmen Sommer 2017 konnten die Archäologen im September die Objekte aber bergen und untersuchen.

Die Gegenstände sind bislang der älteste Fund am Lötschenpass. Die Funde in ihrer Gesamtheit zeigen, dass der Pass zwischen dem Berner Oberland und dem Wallis seit mindestens 4000 Jahren von Jägern, Hirten und Händlern begangen wurde. Auch heute ist der Pass ein häufiges Ziel von Wanderern und Berggängern.

Am Schnidejoch im Wildhornmassiv im Berner Oberland wurden im Hitzesommer 2003 ebenfalls zahlreiche Funde gemacht, deren älteste mehr als 6500 Jahre alt sind. Die berühmte Gletscherleiche "Ötzi", die 1991 in den Ötztaler Alpen in Südtirol gefunden wurde, ist über 5200 Jahre alt.

Vom 3. Jahrtausend v. Chr. bis etwa 1750 v. Chr. herrschte im Alpenraum ein vergleichsweise mildes Klima. Die Gletscher zogen sich zeitweise zurück, so dass Menschen Hochgebirgspässe im Sommer überqueren konnten.

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SDA-ATS