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Die landwirtschaftliche Forschungsanstalt Agroscope will auf dem Versuchsareal Reckenholz in Zürich-Affoltern Versuche mit gentechnisch veränderten Kartoffeln durchführen. Sie hat beim Bundesamt für Umwelt (BAFU) ein entsprechendes Gesuch eingereicht.

Ziel der Versuche ist es, Kartoffeln zu züchten, die resistent sind gegen die Kraut- und Knollenfäule. Dabei handelt es sich um eine Pilz-Infektion, die weltweit Ernteausfälle verursacht.

Forschenden in den Niederlanden gelang es bereits, Resistenz-Gene von Wildkartoffeln in essbare Kartoffeln einzufügen. Diese Knollen hätten in Feldversuchen bereits eine gute Resistenz gegen die Krankheit gezeigt, teilte Agroscope am Dienstag mit.

In einem eigenen Feldversuch soll nun getestet werden, ob diese Kartoffeln auch gegen die in der Schweiz vorkommenden Stämme des Krankheitserregers resistent sind. Die Verwendung solcher Kartoffeln könne den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln reduzieren.

Angepflanzt werden sollen die gentechnisch veränderten Knollen im März 2015. Der Versuch soll fünf Jahre dauern. Das BAFU muss die Tests aber noch bewilligen.

Weniger Pollenflug als Weizen

Im ersten Jahr sollen die Kartoffeln auf einer Fläche von etwa 10 bis 20 Quadratmeter angepflanzt werden, wie Michael Winzeler von der Forschungsanstalt Agroscope auf Anfrage der sda sagte. Ab 2016 seien dann grössere Flächen geplant.

Was die Verbreitung von gentechnisch veränderten Pollen betrifft, besteht bei Kartoffeln ein deutlich geringeres Risiko als bei anderen Versuchen. Kartoffeln hätten im Gegensatz etwa zu Weizen praktisch keinen Pollenflug, sagte Winzeler weiter.

Wie auch schon die parallel stattfindenden Weizen-Versuche sollen auch die Kartoffel-Pflanzungen auf dem offenen Feld der Versuchsanstalt Reckenholz stattfinden. Der Acker ist allerdings eingezäunt und wird bewacht, um Zerstörungsaktionen vorzubeugen.

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SDA-ATS