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Jakob Schlaepfer, einer der bekanntesten Hersteller von innovativen Textilien für Mode und Innendekoration, wird neu Teil der St. Galler Forster Rohner Gruppe. Forster Rohner übernimmt mit dem Kauf sämtliche Mitarbeitende und Schlaepfer-Kreativchef Martin Leuthold.

Damit werde das Portfolio an Unternehmen und Marken ideal ergänzt, heisst es in der Mitteilung der Forster Rohner Gruppe und der Verkäuferin Filtex vom Donnerstag.

"Wir freuen uns, dass wir für unsere Marke Jakob Schlaepfer den bestmöglichen Partner hier in St. Gallen gefunden haben", zitiert die Mitteilung Silvan Wildhaber, CEO der Filtex, die seit 1997 Inhaberin der traditionsreichen Marke Jakob Schlaepfer war. Für die Filtex, die im Lauf ihrer eigenen Geschichte vermehrt von der Eigen- zur Auftragsproduktion übergegangen ist, bringe der Verkauf eine Fokussierung auf ihre heutigen Kernkompetenzen.

Ideale Ergänzung

Emanuel Forster und Caroline Forster, Co-Chefs der Forster Rohner Gruppe, sehen die Jakob Schlaepfer als ideale Ergänzung der Gruppe, zu der die Marken und Unternehmen Forster Willi, Forster Rohner, Inter-Spitzen und Forster Rohner Textile Innovations gehören.

Während etwa Forster Willi im hochmodischen Stickereidesign zu den weltweit gefragtesten Herstellern gehört, hat Jakob Schlaepfer in den letzten Jahrzehnten Techniken und Kreationselemente entwickelt, die nur zum Teil mit den klassischen Stickverfahren gefertigt sind und in den Luxusmärkten eine hohes Mass an Alleinstellung geniessen, wie es im Communiqué weiter heisst.

Jakob Schlaepfer werde als eigenständige Marke mit entsprechender Freiheit in der Kreation weitergeführt. Während Emanuel Forster die kaufmännische Leitung übernimmt, wird Martin Leuthold wie bisher die Kreativdirektion führen. Mit seinem Team entwirft er jährlich mehr als 1200 neue Stoffe.

Markenvielfalt bleibt bestehen

Mit dem Kauf per 1. Januar 2016 wechseln rund 50 Mitarbeitende von Jakob Schlaepfer in die Forster Rohner Gruppe, die somit neu weltweit rund 850 Mitarbeitende beschäftigt, davon rund 200 in St. Gallen.

St. Gallen bleibe auch in Zukunft im Textilbereich ein starker Produktionsstandort, auch wenn dank dem internationalen Produktionsnetzwerk der Forster Rohner Gruppe Synergien zu erwarten seien, heisst es. Die Übernahme bringe letztlich eine Stärkung des Textilstandortes St. Gallen. Die Markenvielfalt bleibe bestehen, die Zusammenarbeit entspreche der industriellen Logik.

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SDA-ATS