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US-Präsident Barack Obama hat am Gipfeltreffen der mittelamerikanischen Staats- und Regierungschefs in Costa Rica kreative Methoden im Kampf gegen die Kriminalität gefordert. Die drängenden Sicherheitsfragen dürften aber den Blick auf die Chancen der Region nicht verstellen, sagte er.

Während seines Besuches in Mittelamerika warb Obama für eine engere Kooperation zwischen den Staaten in der Region. Sowohl der Kampf gegen die Drogenkartelle als auch wirtschaftlicher Erfolg könne nur gemeinsam gelingen, sagte Obama in Costa Ricas Hauptstadt San José.

Vor allem die katastrophale Sicherheitslage hemmt die wirtschaftliche Entwicklung auf der Landbrücke zwischen Nord- und Südamerika. Mittelamerika gilt ausserhalb von Kriegsgebieten als die gewalttätigste Region der Welt. Jugendbanden liefern sich blutige Verteilungskämpfe im Drogenhandel.

Obama räumte ein, dass sein Land wegen der Nachfrage nach Drogen und des Schmuggels von Waffen aus den USA ins südlichere Amerika Teil des Problems sei. Doch der US-Präsident kam nicht mit leeren Händen nach San José.

Viel Geld gegen Drogen

Washington hat bereits rund 500 Millionen US-Dollar in den Anti-Drogen-Kampf in Mittelamerika gesteckt. Im laufenden Haushaltsjahr dürften bis zu 160 Millionen US-Dollar hinzukommen, wie das Forschungsinstitut Brookings Institution prognostiziert.

Doch das sei nicht genug, sagte Obama an einer Pressekonferenz mit Costa Ricas Präsidentin Laura Chinchilla. "Wir müssen kreativ sein." Nötig sei ein breiter Ansatz aus Strafverfolgung, Bildung und Entwicklung. "Je mehr Chancen junge Menschen haben, desto weniger Macht haben die kriminellen Organisationen."

Effizienz und Transparenz

Nicht nur aus humanitären, auch aus wirtschaftlichen Gründen muss sich die Sicherheitslage nach Obamas Einschätzung verbessern. "Investitionen fliessen in Gegenden mit starken Institutionen, wo Verantwortlichkeit, Transparenz und effektive Regierungsführung herrschen", sagte er während eines Arbeitsessens im Nationaltheater von San José.

Bei allen gemeinsamen Problemen herrschen zwischen den Ländern in Mittelamerika allerdings grosse Unterschiede. Während bitterarme Staaten wie Guatemala, Honduras und El Salvador von den USA finanzielle Unterstützung erwarten, will Costa Rica vor allem noch stärker von der Zentralamerikanischen Freihandelszone (CAFTA-DR) profitieren.

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SDA-ATS