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Frederic Vasseur wird definitiv die Teamchef-Nachfolge der entlassenen Monisha Kaltenborn im Hinwiler Formel-1-Rennstall Sauber antreten.

Vasseur, der die Nachfolge der freigestellten Österreicherin Monisha Kaltenborn antritt, nimmt seine Arbeit in Hinwil am nächsten Montag nach dem Grand Prix von Grossbritannien auf. An diesem Wochenende in Silverstone werden wie zuletzt in Baku und in Spielberg Teammanager Beat Zehnder und der Technische Direktor Jörg Zander für die Equipe verantwortlich sein.

Ende der Spekulationen

Die Vakanz auf dem Chefposten hatte bereits zu Spekulationen geführt, Vasseur werde das Amt nicht antreten. Zutreffender war, dass sie in Hinwil gemäss Zehnder die Zeit genutzt haben, um mit weiteren Kandidaten Gespräche zu führen - mit dem Ergebnis, Vasseur als geeignetsten Mann für die schwierige Aufgabe zu eruieren. "Die langjährige und erfolgreiche Karriere von Frédéric Vasseur in Spitzenpositionen im internationalen Motorsport spricht für sich", wird Verwaltungsratspräsident Pascal Picci in einem sehr dürftig abgehandelten Communiqué zitiert.

Vasseur seinerseits spricht von "Stolz, der Sauber Motorsport AG beizutreten". "Ich möchte mich bei den Anteileignern des Unternehmens für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken. Mich beeindrucken in Hinwil die Anlagen sowie die talentierten, fähigen und ambitionierten Mitarbeiter. Ich freue mich sehr darauf, das Team mit meiner Erfahrung und Zielstrebigkeit zu ergänzen und alle in die richtige Richtung zu führen."

An Arbeit wird es Vasseur im Zürcher Oberland nicht mangeln. Zum einen geht es darum, die nach wie vor ungenügende Performance des aktuellen Autos innert nützlicher Frist weiter zu verbessern. Zum andern hat er sich zusammen mit den Technikern dem Bau des Wagens im Hinblick aufs kommende Jahr anzunehmen. Bewahrheiten sich die Gerüchte, nach denen Honda die Ende April offizialisierte, ab der kommenden Saison vorgesehene Zusammenarbeit als Lieferant des Antriebsstrangs für beendet erklärt hat, kommt auf Vasseur die zusätzliche Mammutaufgabe zu, sich nach einem Motorenpartner umzusehen.

Einst Chef von Rosberg und Hamilton

Der 49-jährige Vasseur bringt grosse Erfahrungen im Automobilrennsport mit. Bis im Januar stand er als Teamchef bei Saubers Konkurrent Renault in der Verantwortung. Bei den Franzosen war er nach nur einem knappen Jahr wieder zurückgetreten. Grund für den unerwarteten Abgang waren offenbar Meinungsverschiedenheiten in Bezug auf die Führungsstruktur des Rennstalls. Zuvor hatte sich Vasseur vor allem in Nachwuchsserien einen Namen gemacht. Unter anderem führte er Nico Rosberg (2005) und Lewis Hamilton (2006) in der GP2-Serie zum Titelgewinn.

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SDA-ATS