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Frankreich landet an der Weltmeisterschaft im Kampf um den Einzug in die Viertelfinals einen Big Point. Einen Tag nach dem 2:3 gegen Norwegen gewinnt der Co-Gastgeber in Paris gegen Finnland 5:1.

Die NHL-Stürmer Pierre-Edouard Bellemare und Antoine Roussel brachten die Franzosen vor 11'433 euphorischen Zuschauern zweimal in Führung. Dem 2:1 ging ein Fehler des 19-jährigen finnischen Toptalents Sebastian Aho voraus, der sich in der Mittelzone den Puck von Bellemare abluchsen liess. Nach einem Schuss von Bellemare verwertete Roussel den Abpraller. Der Spieler der Dallas Stars zeichnete in der 49. Minute auch für das vorentscheidende 4:1 verantwortlich; er zog nach einem Bully im eigenen Drittel alleine auf den finnischen Keeper Joonas Korpisalo los.

Vor diesem Tor waren die Finnen dem Anschlusstreffer mehrmals nahe gekommen. Der französische Keeper Florian Hardy zeigte aber eine tadellose Leistung und avancierte zum Publikumsliebling. Kurz vor der ersten Pause gelang ihm eine Parade, die in keinem WM-Rückblick fehlen darf. Als Oskar Osala aus kurzer Distanz auf das "leere" Tor schiessen konnte, wehrte er mirakulös mit dem Stock ab. Nach der Partie wurde zunächst Bellemare zum besten Spieler der Franzosen ausgerufen, nach heftigen Protesten der Zuschauer erhielt dann aber Hardy die Auszeichnung. Die Equipe Tricolore ist am Dienstag Gegner der Schweiz. Derweil müssen sich die Finnen, vor einem Jahr mit neun Siegen in zehn Spielen WM-Zweiter, massiv steigern, um nicht zum ersten Mal seit 1955 an einer WM den Sprung in die Top 8 zu verpassen. Bereits am Freitag beim 3:2 gegen Weissrussland hatten die Nordländer nicht wirklich überzeugt.

MacKinnon dreifacher Torschütze

Keine Blösse gab sich Titelverteidiger Kanada beim 7:2-Sieg gegen Slowenien. Die Nordamerikaner dominierten die Osteuropäer, die am Vortag gegen die Schweiz nach einem 0:4-Rückstand erst im Penaltyschiessen verloren hatten, quasi nach Belieben. Überragender Spieler der Kanadier war Nathan McKinnon, der zuletzt bei den Colorado Avalanche mit dem Schweizer Sven Andrighetto in einer Linie gestürmt hatte. Der 21-jährige Nummer-1-Draft von 2013 erzielte drei Tore und ein Assist. Auf einen Treffer und drei Assists kam der Verteidiger Tyson Barrie.

Wie Kanada feierte in der Gruppe A in Köln auch Russland den zweiten Erfolg. Der Rekordweltmeister zeichnete mit dem 10:1 gegen Italien für das erste "Stängeli" an diesem Turnier verantwortlich. Nachdem die mit vier "Schweizern" angetretenen Italiener am Vortag gegen die Slowakei (2:3 n.V.) knapp am Sieg vorbeigeschrammt waren, wurde dem Aufsteiger von den Russen die Grenzen aufgezeigt. Der Favorit drehte nach dem 1:2 (24.) mächtig auf. Sechs der zehn Tore erzielten die Osteuropäer im Powerplay. Artemi Panarin (2 Tore/2 Assists), Wladislaw Namestnikow (2/2) und Nikita Kutscherow (1/3) gelangen je vier Skorerpunkte.

Die Resultate in der Übersicht

Gruppe A (in Köln). Sonntag: Italien - Russland 1:10 (0:2, 1:3, 0:5). USA - Dänemark 7:2 (3:1, 3:1, 1:0). Lettland - Slowakei 3:1 (1:0, 1:0, 1:1). - Rangliste: 1. Lettland 2/6 (6:1). 2. Russland 2/5 (12:2). 3. Schweden 2/4 (8:4). 4. Deutschland 2/3 (4:8). 5. USA 2/3 (8:4). 6. Slowakei 2/2 (4:5). 7. Italien 2/1 (3:13). 8. Dänemark 2/0 (2:10).

Gruppe B (in Paris). Sonntag: Slowenien - Kanada 2:7 (0:3, 1:3, 1:1). Finnland - Frankreich 1:5 (0:1, 1:2, 0:2). Norwegen - Schweiz 0:3 (0:0, 0:2, 0:1). - Rangliste: 1. Kanada 2/6 (11:3). 2. Schweiz 2/5 (8:4). 3. Frankreich 2/3 (7:4). 4. Norwegen 2/3 (3:5). 5. Tschechien 2/3 (7:5). 6. Finnland 2/3 (4:7). 7. Slowenien 2/1 (6:12). 8. Weissrussland 2/0 (3:9).

SDA-ATS

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