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Frankreich setzt sich an der WM gegen Weissrussland erst im Penaltyschiessen durch. Deutschland, der zweite Gastgeber, verliert gegen Dänemark 2:3 nach Verlängerung.

Zum Matchwinner der Franzosen in Paris avancierte Stéphane Da Costa. Der Stürmer von ZSKA Moskau traf im Shootout gleich zweimal. Hätte er den ersten Penalty verschossen, wäre dies gleichbedeutend mit der Niederlage gewesen. Er liess jedoch den weissrussischen Goalie Kevin Lalande eiskalt aussteigen. Die Franzosen hatten bereits gegen die Schweiz im Penaltyschiessen gewonnen.

Es war für die französischen Fans ein Wechselbad der Gefühle. In der 22. Minute ging die "Equipe tricolore" 2:0 in Führung, es lief alles nach Plan. Die Weissrussen wendeten aber die Partie bis zur 42. Minute. Das 1:2 von Alexander Pawlowitsch war der erste Treffer für die Osteuropäer nach 162:08 torlosen Minuten. In der 53. Minute glich NHL-Stürmer Pierre-Edouard Bellemare zum 3:3 aus. Danach mussten die Franzosen während vier Minuten in Unterzahl spielen, sie retteten sich aber ins Penaltyschiessen. Allerdings beanspruchten sie einiges Glück: In den letzten zehn Sekunden der regulären Spielzeit scheiterte Charles Linglet zweimal am Pfosten - wie auch Alexander Pawlowitsch in der Overtime.

Der Punktverlust der Gastgeber ändert für die Schweizer insofern etwas, als die Wahrscheinlichkeit nun grösser ist, dass in den letzten drei Partien gegen Kanada (Samstag), Finnland (Sonntag) und Tschechien (Dienstag) zwei Punkte zum Weiterkommen reichen. Für die Weissrussen war es der erste Zähler an diesem Turnier.

Deutschland verspielt 2:0

In Köln verspielte Deutschland gegen Dänemark ebenfalls eine 2:0-Führung (10.). Die Skandinavier glichen in der 16. Minute dank Toren von Frederik Storm und Morten Poulsen innert 25 Sekunden aus. Dabei blieb es bis zur Verlängerung, obwohl die Deutschen im letzten Drittel dem Sieg näher standen. Sie scheiterten aber immer wieder am glänzend aufgelegten dänischen Keeper Sebastian Dahm.

In der 62. Minute gelang Dahm nach einem Schuss von Denis Seidenberg eine weitere Glanzparade, im Gegenzug erzielte Peter Regin auf Zuspiel von Nikolaj Ehlers, dem Sohn des Langnauer Trainers Heinz Ehlers, das 3:2 für die Dänen. Trotz der dritten Niederlage im fünften Spiel können die Deutschen weiter auf die Viertelfinal-Qualifikation hoffen. Läuft alles normal, kommt es am Dienstagabend gegen Lettland zum "Final" um den Einzug in die K.o.-Phase.

Tschechien und Schweden souverän

Keine Blösse gaben sich Tschechien und Schweden. Sie gewannen ihre Partien gegen die Aufsteiger Slowenien (5:1) respektive Italien (8:1).

Auf dem Weg zu den Kantersiegen feierten bei beiden Mannschaften auch Spieler, die in der letzten Saison in der NLA zum Einsatz gelangt waren, persönliche Erfolgserlebnisse. Bei den Tschechen setzte Fribourgs Roman Cervenka den Schlusspunkt unter eine souveräne Leistung der Tschechen, die damit auf Kurs Richtung Viertelfinals bleiben.

Schwedens Carl Klingberg (EV Zug) traf für seine Mannschaft ebenfalls zu einem Zeitpunkt, als die Partie entschieden war. Der Stürmer schoss das 6:1 und damit einen der fünf schwedischen Treffer im Schlussdrittel. Mit Giovanni Morini (Lugano) erzielte ein weiteres bekanntes Gesicht den einzigen Treffer für Italien. Nach der zweiten Kanterniederlage an diesem Turnier (nach dem 1:10 gegen Russland) droht den Italienern der sofortige Wiederabstieg.

Die Resultate in der Übersicht

Gruppe A (in Köln). Freitag: Schweden - Italien 8:1 (2:0, 1:1, 5:0). Dänemark - Deutschland 3:2 (2:2, 0:0, 0:0, 1:0) n.V. - Rangliste: 1. Russland 4/11. 2. Schweden 5/10. 3. USA 4/9. 4. Lettland 4/9. 5. Deutschland 5/6. 6. Slowakei 4/4. 7. Dänemark 5/4. 8. Italien 5/1.

Gruppe B (in Paris). Freitag: Tschechien - Slowenien 5:1 (3:0, 1:0, 1:1). Frankreich - Weissrussland 4:3 (1:0, 1:2, 1:1, 0:0) n.P. - Rangliste: 1. Kanada 4/12. 2. Tschechien 5/10. 3. Schweiz 4/9. 4. Norwegen 4/7. 5. Finnland 4/7. 6. Frankreich 5/7. 7. Weissrussland 5/1. 8. Slowenien 5/1.

SDA-ATS

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