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Die libyschen Rebellen erhalten weitere militärische Beratung aus dem Ausland. Nach Grossbritannien wollen nun auch Frankreich und Italien die Aufständischen mit der Entsendung von Militärexperten unterstützen.

"Wir werden euch helfen!", sagte Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy am Mittwoch nach Gesprächen mit Vertretern des libyschen Übergangsrates in Paris. Nach offiziellen Angaben hat Frankreich bereits Verbindungsoffiziere in der Rebellenhochburg Benghasi stationiert.

Einen ähnlichen Entscheid kündigte nahezu zeitgleich die Regierung in Rom an: Italien werde zehn Militärberater nach Libyen schicken, sagte der italienische Verteidigungsminister Ignazio La Russa.

Keine Bodentruppen

Die Entsendung eigener Bodentruppen schlossen sowohl Italien als auch Frankreich erneut aus. Sarkozy versprach den Rebellen aber, sein Land werde die Luftangriffe auf Stellungen der Truppen von Machthaber Muammar al-Gaddafi intensivieren.

In französischen Militärkreisen hiess es, der französische Vorschlag, mehr Luftangriffe zu fliegen, werde von der NATO unterstützt. Das Bündnis leitet den Libyen-Einsatz.

Die USA erklärten, sie befürworteten die Entsendung westlicher Militärberater nach Libyen. Allerdings bleibe es dabei, dass keine US-Soldaten Fuss auf libyschen Boden setzten würden, sagte ein Sprecher. Unterstützen will die US-Regierung die Rebellen aber mit Hilfsgütern im Wert von 25 Millionen Dollar.

Wahlen in Aussicht gestellt

Der Anführer der libyschen Rebellen, Mustafa Abdel Dschalil, sagte nach dem Treffen mit Sarkozy, er habe den französischen Staatschef nach Benghasi eingeladen. Den Aufständischen gehe es um den Aufbau einer Demokratie in den nordafrikanischen Land. Der künftige Präsident solle "mit dem Stimmzettel und nicht in einem Panzer" ins Amt kommen.

Auch Gaddafis Aussenminister Abdul Ati al-Obeidi stellte Neuwahlen in Aussicht. Wenn die Bombardierung aufhöre, könne es sechs Monate später eine von der UNO überwachte Wahl geben, sagte er in einem Interview mit der BBC.

Kriegsfotograf getötet

Die Kämpfe um die Stadt Misrata gingen am Mittwoch unvermindert weiter. NATO-Flugzeuge überflogen die Stadt im Westen des Landes, griffen aber nicht an. Aufständische und Truppen Gaddafis kämpften insbesondere um die Vorherrschaft über eine zentrale Durchgangsstrasse.

Bei einem Granatenangriff wurde in Misrata ein westlicher Journalist getötet. Nach Angaben der "New York Times" handelt es sich bei dem Toten um den preisgekrönten britischen Kriegsfotografen Tim Hetherington.

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SDA-ATS