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Der französische Präsident Emmanuel Macron will 10'000 Flüchtlingen die legale Einreise nach Frankreich ermöglichen. (Archiv)

KEYSTONE/EPA/VALDA KALNINA

(sda-ats)

Frankreich will 10'000 Flüchtlingen aus bestimmten Ländern ausserhalb Europas eine legale Einreise ermöglichen. In den kommenden Wochen sollen Büros in den afrikanischen Transitländern Niger und Tschad eröffnet werden, um Asylchancen von Flüchtlingen zu prüfen.

Das kündigte Präsident Emmanuel Macron am Montag nach einem Treffen mit dem UNO-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi, in Paris an. Frankreich werde in den kommenden beiden Jahren in Zusammenarbeit mit dem UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR 10'000 Plätze für eine Umsiedlung von Flüchtlingen anbieten.

Wie der französische Innenminister Gérard Collomb mitteilte, sollen 3000 der 10'000 Flüchtlinge in Zusammenarbeit mit dem UNHCR im Niger und im Tschad ausgewählt werden, die restlichen in der Türkei, im Libanon und in Jordanien.

Wie der Elysée-Palast mitteilte, sollen bereits Ende Oktober erste Mitarbeiter der französischen Flüchtlingsbehörde OFPRA in den Niger reisen. Frankreich will in den Transitländern Schutzbedürftige identifizieren, die dann Asyl bekommen können.

Die EU-Kommission hatte Ende September das Ziel vorgeschlagen, in den kommenden zwei Jahren mindestens 50'000 Flüchtlingen über das sogenannte Resettlement die legale Einreise nach Europa zu ermöglichen.

Gegen illegale Migration

Dies soll nach Darstellung der Brüsseler Behörde auch dazu beitragen, illegale Migration einzudämmen. Unter einem Vorläufer-Mechanismus hatten EU-Staaten seit Juli 2015 rund 23'000 Menschen aufgenommen.

Damit setzt das Land die Absichtserklärung eines Migrationsgipfels in Paris um. Dabei hatten Frankreich und andere EU-Staaten sich Ende August offen gezeigt, manchen Flüchtlingen aus Afrika einen legalen Weg nach Europa zu öffnen - im Gegenzug sollen illegale Migrationsströme über das Mittelmeer gestoppt werden.

Zuvor hatte Macron mit der Ankündigung für Wirbel gesorgt, noch in diesem Sommer sogenannte Hotspots in Libyen einrichten zu wollen. Später ruderte das Präsidentenbüro aber zurück und erklärte, wegen der grossen Sicherheitsprobleme in dem Krisenstaat seien solche Registrierungsstellen für Flüchtlinge dort derzeit nicht möglich.

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SDA-ATS