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Das französische Parlament hat am Donnerstag ein Gesetz verabschiedet, das die heimischen Buchhandlungen vor Dumping-Angeboten durch Internetriesen wie Amazon schützen soll. Künftig dürfen Internethändler nicht mehr rabattierte Bücher versandkostenfrei liefern.

Die Kombination von Tiefpreis und Gratis-Versand wird als unlauterer Wettbewerb gegenüber den Buchhandlungen gesehen.

Kulturministerin Aurelie Filippetti prangerte die Amazon-Praxis an, aus Dumpinggründen mit Verlust zu verkaufen: "Sobald sie in einer beherrschenden Stellung sind und das heimische Händlernetz zerquetscht haben, steigern sie die Preise", warnte die Ministerin. In Frankreich gibt es rund 3500 traditionelle Buchhandlungen.

Sowohl die rechten wie die linken Parlamentarier stimmten für die Gesetzesvorlage, die von konservativer Seite konzipiert und von der sozialistischen Regierung aufgegriffen wurde. Die Vorlage muss nun noch den Senat passieren.

SDA-ATS