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Premier Edouard Philippe hatte es Anfang Dezember eilig gehabt, nach Paris zurückzukehren.

Keystone/EPA/STEPHANIE LECOCQ

(sda-ats)

Der französische Premierminister Edouard Philippe ist wegen eines Luxusflugs unter Druck geraten: Er räumte am Mittwoch im Rundfunksender RTL ein, seine Rückreise mit einer erstklassig ausgestatteten Privatmaschine von Tokio habe den Staat 350'000 Euro gekostet.

"Ich stehe zu dieser Entscheidung", sagte Philippe. Er verstehe aber "die Überraschung und die Fragen" der Franzosen.

Der 47-Jährige sagte, er habe es Anfang Dezember eilig gehabt, nach Paris zurückzukehren, da Präsident Emmanuel Macron nach Algerien aufbrechen wollte. Die politischen Regeln sähen vor, dass sich entweder der Staats- oder der Regierungschef auf französischem Boden aufhalten müsse.

Philippe und sein Stab von rund 60 Mitarbeitern kehrten zum fraglichen Zeitpunkt von einem Besuch auf der französischen Inselgruppe Neukaledonien im Südpazifik zurück. Für sie stand eigens eine Militärmaschine bereit. Bei der Zwischenlandung in Tokio zogen es Philippe und die meisten seiner Mitarbeiter aber vor, in den Airbus A340 einer Privatgesellschaft umzusteigen, den das Büro des Premiers für 350'000 Euro gechartert hatte.

Das Flugzeug landete am Morgen des 6. Dezember in Paris, zwei Stunden vor der nahezu leeren Militärmaschine, wie es aus dem Umfeld des Regierungschefs hiess.

Präsident Macron hatte sich im Wahlkampf nach den Scheinbeschäftigungsaffären verschiedener Gegner für mehr Moral in der Politik stark gemacht. Sein Premier Philippe ist nach bisherigen Umfragen einer der beliebtesten Politiker der Regierung.

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SDA-ATS