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Die französische Finanzministerin Christine Lagarde will ihren zurückgetretenen Landsmann Dominique Strauss-Kahn an der Spitze des Internationalen Währungsfonds (IWF) beerben. Sie habe sich "nach reiflicher Überlegung" entschlossen für das Amt zu kandidieren, sagte sie am Mittwoch.

Lagarde sagte, sie habe in den vergangenen Tagen viel Zuspruch erhalten. in Frankreich stünden Staatschef Nicolas Sarkozy und Premierminister François Fillon "uneingeschränkt" hinter der Kandidatur. Sollte sie auf den Spitzenposten in Washington ernannt werden, bringe sie ihre gesammelte Erfahrung "als Anwältin, Unternehmenschefin, Ministerin und Frau" mit, sagte die 55-jährige Französin, die im Krisenjahr 2009 von der "Financial Times" zur besten Finanzministerin der Eurozone gekürt worden war.

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso begrüsste Lagardes Kandidatur. Er unterstütze ihre Bewerbung "vollkommen", erklärte Barroso in Brüssel. Die Ministerin geniesse auch im Ausland höchste Achtung. Lagarde war seit Tagen als Nachfolgerin für ihren Landsmann Strauss-Kahn gehandelt worden, der nach seiner Festnahme in New York wegen versuchter Vergewaltigung zurückgetreten war.

Zustimmung

Die deutsche Regierung begrüsste Lagardes Kandidatur. Berlin unterstütze die Kandidatur "ausdrücklich", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Die 55-Jährige vereine "hohe fachliche Kompetenz" mit "grosser Erfahrung auch auf dem internationalen Parkett". Sie sei zudem bestens mit der Schuldenkrise vertraut.

Auch Grossbritannien sowie weitere europäische Länder hatten in den vergangenen Tagen Unterstützung für Lagarde signalisiert. Mächtige Mitgliedsstaaten des IWF wie die USA und Japan legten sich dagegen noch nicht fest.

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SDA-ATS