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Nach dem grausamen Mord an einem chinesischen Studenten im kanadischen Montréal fahndet die französische Polizei nach dem mutmasslichen Täter, der sich nach Europa abgesetzt haben soll. Gemäss Medienangaben sind die Ermittler dem mutmasslichen Täter dicht auf der Spur.

Unter Berufung auf Polizeikreise berichteten die Nachrichtenagentur AFP und der TV-Nachrichtensender BFM, dass ein Signal seines Mobiltelefons am Samstag im Pariser Vorort Bagnolet geortet worden sei.

Zudem sei der Mann dort in einem Hotel erkannt worden. Als die Polizei eintraf, habe er auf der überstürzten Flucht in seinem Zimmer Porno-Magazine und Spucktüten einer Fluggesellschaft zurückgelassen.

Die Polizei äusserte sich dazu bisher nicht offiziell. Allerdings hatte die Zeitung "Le Parisien" am Sonntag ebenfalls unter Berufung auf Polizeikreise über eine gezielte Suche nach dem Verdächtigen im Pariser Osten berichtet.

Bar und Hotels kontrolliert

In den vergangenen Tagen seien unter anderem eine Bar und zwei Hotels in Paris kontrolliert worden, meldete die französische Polizei am Samstag. Nach Informationen der kanadischen Polizei hatte der mutmassliche Mörder bereits am Donnerstag Kanada in Richtung Frankreich verlassen, wohin er schon früher wiederholt gereist sein soll. Interpol hat ihn weltweit zur Fahndung ausgeschrieben.

Der 29-Jährige steht im dringenden Verdacht, seinen drei Jahre älteren Geliebten mit einem Eispickel getötet und seine Leiche zerstückelt zu haben.

In Ottawa war am Dienstag ein abgetrennter Fuss in einem Paket bei der konservativen Regierungspartei eingegangen. Ein weiteres Paket mit einer Hand sollte an die liberale Partei gehen, wurde aber in einem Postamt abgefangen.

Ermordung gefilmt

Beide Pakete wurden in Montréal aufgegeben. Die Körperteile gehörten zur Leiche des chinesischen Studenten, die ohne Kopf in Montréal gefunden wurde.

Auf verschiedenen Internetseiten wird der mutmassliche Täter als gescheiterter Porno-Darsteller beschrieben; er soll ausserdem auf den Strich gegangen sein. Mit seinem 32-jährigen Opfer soll er eine sexuelle Beziehung unterhalten haben.

Er soll auch die Ermordung des Studenten und die Zerstückelung seiner Leiche gefilmt und das Video ins Internet gestellt zu haben. Weil während der gesamten Aufnahme Musik aus dem Film "American Psycho" läuft, haben die Boulevardblätter den mutmasslichen Täter auch "Canadian Psycho" getauft.

SDA-ATS