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Unverständnis und Trauer nach dem Tod einer 40-jährige Frau, die von der Polizei erschossen worden war, nachdem sie selber die Polizei alarmiert hatte.

Keystone/EPA/CRAIG LASSIG

(sda-ats)

Eine Frau im US-Bundesstaat Minnesota ist von der Polizei erschossen worden, nachdem sie selber die Notrufzentrale wegen eines mutmasslichen Überfalls angerufen hatte.

Die 40-jährige Justine Ruszczyk aus Sydney, die zusammen mit ihrem Verlobten in Minneapolis lebte, hatte die Notrufnummer angerufen, um einen mutmasslichen Überfall in einer Gasse nahe ihres Hauses zu melden. Die Lokalzeitung "Minneapolis Star Tribune" berichtete, sie sei im Pyjama auf den Polizeiwagen zugegangen, als einer der Polizisten auf sie geschossen habe.

Die Behörden des Bundesstaats Minnesota leiteten eine Untersuchung zum Tod der Yoga- und Meditationslehrerin ein. Unklar war unter anderem, warum die beiden Polizisten am Einsatzort ihre Körperkameras nicht eingeschaltet hatten.

Der Vorfall löste in den USA wie in ihrem Heimatland Entsetzen aus. Sie sei "tief verstört" und habe viele Fragen dazu, wie sich dieser Vorfall ereignen konnte, sagte die Bürgermeisterin von Minneapolis, Betsy Hodges.

Hunderte von Trauernden versammelten sich am Sonntag in dem Viertel, im dem Ruszczyk gewohnt hatte, um Aufklärung zu verlangen. Es dürfe nicht passieren, dass "eine Frau um Hilfe ruft und am Ende ermordet wird", sagte Bethany Bradley, eine der Demonstranten.

Die Polizei in Minnesota hatte bereits zuvor mit einem anderen tödlichen Einsatz für landesweite Empörung gesorgt. Im vergangenen Jahr wurde der Afroamerikaner Philando Castile bei einer Verkehrskontrolle geschossen.

Seine Lebensgefährtin hatte den Vorfall gefilmt, die Aufnahme wurde live im Online-Netzwerk Facebook übertragen. Der Polizist wurde im vergangenen Juni in einem Strafprozess freigesprochen. Seither finden in Minneapolis täglich Demonstrationen gegen Polizeigewalt statt.

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SDA-ATS