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Ob am Steuer eines Autos eine Frau oder ein Mann sitzt, wirkt sich unterschiedlich auf das Unfallgeschehen aus. Dies hat die Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) herausgefunden. Frauen fahren demnach disziplinierter, aber weniger routiniert als Männer.

Seit 1971 geht in der Schweiz die Zahl der schwer oder tödlich Verletzten im Strassenverkehr stetig zurück. Im Jahr 1971 starben 1773 Personen bei Verkehrsunfällen, 2009 waren es mit 349 fünf Mal weniger, wie es in einer bfu-Mitteilung vom Freitag heisst.

Früher fuhren vor allem Männer Auto: 1974 besassen 63 Prozent der Männer, aber nur 36 Prozent der Frauen den Führerschein. In den letzten 40 Jahren haben sich aber die Fahrhäufigkeit - 2005 hatten 91 Prozent der Männer und 75 Prozent der Frauen den Ausweis - und damit auch die Unfallzahlen von Männern und Frauen angeglichen.

Auf die Fahrleistung bezogen, schneiden die Frauen etwas schlechter ab als die Männer: Im Jahr 2005 wurden pro Milliarde zurückgelegter Fahrzeugkilometer 34 Autolenkerinnen schwer verletzt oder getötet. Bei den Lenkern waren es 26.

Alkohol und Tempo

Alkohol und Geschwindigkeit verursachen die schwersten Unfälle. In beiden Kategorien fallen vor allem die Männer negativ auf: In den Jahren 2005 bis 2009 waren 18 Prozent der fehlbaren verunfallten Männer zu schnell gefahren gegenüber 11 Prozent der Frauen.

Beim Alkohol waren es 11 Prozent der Männer gegenüber 4 Prozent der Frauen. Dafür wurde bei den Frauen etwas häufiger eine Missachtung des Vortritts beanstandet. Die mangelhafte Bedienung des Fahrzeugs betrifft übrigens Mann und Frau gleichermassen: jeweils 4 Prozent der fehlbaren Verunfallten.

Bei den Unfällen, in denen ein Lenker und eine Lenkerin direkt miteinander kollidierten, war aber wiederum in über der Hälfte der Fälle (54 Prozent) der Mann allein verantwortlich und in 40 Prozent die Frau. In den restlichen 6 Prozent der Fälle teilten sich Mann und Frau die Schuld.

Bestätigt wird das Bild von den weniger disziplinierten Männern, wenn man die Verurteilungen nach Strassenverkehrsgesetz betrachtet: Hier liegt der Anteil der Männer im Fünfjahresdurchschnitt bei 87 Prozent, lediglich 13 Prozent sind Frauen.

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SDA-ATS