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Frauen haben der Waffeninitiative wie erwartet spürbar häufiger zugestimmt als Männer. Dies ergibt die VOX-Analyse zur Abstimmung vom 13. Februar. Das Volk hatte die Vorlage "Für den Schutz vor Waffengewalt" mit 56,3 Prozent abgelehnt.

Die Stimmbeteiligung lag bei 48,8 Prozent. Mobilisiert waren bei dieser Vorlage vor allem die politischen Pole, Personen also, die sich ganz links oder ganz rechts einstufen, ältere Personen sowie Stimmbürger mit Affinitäten zu Schützenvereinen, wie die am Freitag veröffentlichte VOX-Analyse der gfs.Bern und der Uni Genf zeigt.

Der negative Stimmentscheid wurde durch Waffenbesitz und durch die Mitgliedschaft in einem Schützenverein begünstigt: In diesen Kreisen betrug der Nein-Stimmenanteil 90 Prozent. Eine Annahme der Initiative war dagegen unter Frauen sowie Personen mit hohem Bildungsniveau und Einkommen wahrscheinlicher, Bei den Frauen betrug der Ja-Anteil 51 Prozent, bei den Männern 37 Prozent.

Motive der Ja- und Nein-Stimmenden

Befragt nach ihren Motiven, nannten die Ja-Stimmenden spontan vor allem zwei Gründe: Es nütze nichts, Waffen zu Hause zu haben, im Gegenteil, sie stellten eine grosse Gefahr dar. Zudem könnten Selbstmorde verhindert werden.

Das Hauptmotiv der Nein-Stimmenden hing mit dem Wunsch nach Wahrung der persönlichen Freiheit und Eigenverantwortung zusammen. Ein grosser Anteil der Gegner kritisierte, bei einer Annahme der Initiative würde die persönliche Freiheit eingeschränkt. Andere machten geltend, dass die gegenwärtige Gesetzgebung vollauf genüge.

Das Argument der SVP, wonach die Initiative vor allem ausländischen Kriminellen zugute käme, wurde nur von einer schwachen Minderheit der Gegner angeführt.

SP-Anhängerschaft weniger engagiert

Auffallend ist zudem, dass die SP, welche die Initiative lanciert hatte, etwas Mühe hatte, ihre Anhängerschaft zu mobilisieren. Am häufigsten ging die Anhängerschaft der SVP und der Grünen stimmen, gefolgt von jener der SP.

Die VOX-Analyse beruht auf einer repräsentativen Befragung, die in der ganzen Schweiz innerhalb von zwei Wochen nach der Volksabstimmung durchgeführt wurde. Die Stichprobe umfasst 1503 Stimmberechtigte. Die Fehlermarge liegt bei rund +/-2,4 Prozent.

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SDA-ATS