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Das Ausgangslage bei den Frauen ist am French Open offen wie noch selten. Timea Bacsinszky scheint aber nicht in der Form, um davon profitieren zu können.

Timea Bacsinszky und die Stadt der Liebe - das ist eine spezielle Beziehung. 2013 entschied sie hier, ihre Karriere doch nicht zu beenden, 2014 qualifizierte sie sich erstmals nach fast zwei Jahren Unterbruch wieder für ein Grand-Slam-Turnier, 2015 erreichte sie ihren ersten Major-Halbfinal und im vergangenen Jahr scheiterte sie ebenfalls erst im Viertelfinal. Wo, wenn nicht hier, ist es der bald 28-jährigen Lausannerin zuzutrauen, in die Erfolgsspur zurückzukehren?

In den letzten beiden Jahren gehörte Bacsinszky zu den meistgenannten Aussenseiterinnen, diesmal reist sie jedoch erstmals ohne einen Titel nach Paris. Überhaupt verlief das Tennisjahr 2017 für alle Schweizerinnen noch gar nicht nach Wunsch. Auf gerade mal zehn Siege im Hauptfeld eines WTA-Turniers kommen die Aufsteigerinnen der letzten beiden Jahre - acht davon gehen auf das Konto von Bacsinszky. Als Nummer 31 der Welt sollte sie sich aber einigermassen ruhig ins Turnier spielen können, ehe in der 3. Runde die erste höher eingestufte Spielerin im Weg stehen könnte. Mit zwei Siegen würde auch das Selbstvertrauen zurückkehren, das nach diversen gesundheitlichen Problemen (Bauchmuskelzerrung im Januar, Handgelenkschmerzen im März) gelitten hat. Zuletzt zeigte die Waadtländerin in Madrid und Rom mit Siegen über die Top-20-Spielerinnen Garbiñe Muguruza und Barbora Strycova Aufwärtstendenz.

Eine solche ist derzeit bei Viktorija Golubic nicht auszumachen. Die letztjährige Siegerin des Turniers in Gstaad hat in diesem Jahr erst drei Matches gewonnen, auf Sand keinen einzigen. Sie muss wohl auf eine günstige Auslosung hoffen, um wenigstens die 1. Runde zu überstehen. Beide Schweizerinnen stehen bereits am Sonntag im Einsatz.

Alles offen im Frauenfeld

Offen wie noch selten kündigt sich im Stade Roland-Garros der Kampf um den Turniersieg an. Serena Williams, Champion am Australian Open, fehlt wegen ihrer Schwangerschaft, die aktuelle Nummer 1 und letztjährige Aufsteigerin Angelique Kerber steckt in einer tiefen Krise und fühlt sich zudem auf Sand selten wohl.

"Etwa 15 verschiedene Spielerinnen können gewinnen", zählte die Rumänin Simona Halep nach ihrem verlorenen Final in Rom auf. Die Nummer 4 der Welt und Finalistin von 2014 würde zu den ersten Sieganwärterinnen gehören - wenn sie nicht wegen eines angerissenen Bandes im rechten Knöchel um ihre Teilnahme bangen müsste. Physisch ist das French Open auf der relativ langsamen Unterlage wohl das anspruchsvollste Turnier. Wer nicht 100 Prozent fit ist, hat kaum eine Chance.

Diese könnte deshalb einer Newcomerin wie Rom-Siegerin Jelina Switolina winken. Der Viertelfinal in Paris vor zwei Jahren ist mit Abstand das beste Grand-Slam-Resultat der Ukrainerin. Auch die Chancen von Garbiñe Muguruza auf die Titelverteidigung sind dank einer Formsteigerung in den letzten Wochen intakt. Eine klare Favoritin ist jedoch nicht auszumachen.

Eine solche ist Petra Kvitova sowieso nicht, sie fühlt sich auf anderen Belägen wohler. Dennoch freuen sich alle auf das wahrscheinliche Comeback der Tschechin, der im Dezember bei einem Raubüberfall in ihrer Wohnung mehrere Sehnen der linken Schlaghand durchtrennt wurden. Die ehemalige Nummer 2 der Welt will sich wohl in erster Linie für Wimbledon, wo sie schon zweimal triumphierte, in Form bringen.

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SDA-ATS