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Freundin angezündet - Mann muss für zehn Jahre hinter Gitter

Dieser Inhalt wurde am 03. Dezember 2009 - 17:51 publiziert
(Keystone-SDA)

Lausanne - Der Mann, der seine Freundin im Juni 2008 mit Benzin übergossen und angezündet hatte, muss für zehn Jahre ins Gefängnis. Das Lausanner Kriminalgericht verzichtete jedoch auf eine vom Staatsanwalt geforderte Verwahrung. Eine normale Therapie hielt es für ausreichend.
Das Gericht verurteilte den heute 35-jährigen Mann wegen Brandstiftung und schwerer Körperverletzung. Zudem muss er seiner ehemaligen Freundin für das zugefügte Leid 150'000 Franken und seinem Sohn 50'000 Franken Schadenersatz zahlen. Wie durch ein Wunder habe die heute 26-jährige Frau überlebt, sagten die Richter.
Laut dem Gericht wiege seine Schuld "sehr schwer". Er habe ein "aussergewöhnlich barbarisches" und "ekliges" Verbrechen begangen. Die Richter kritisierten zudem sein "niederträchtiges" Verhalten. So habe er nicht gezögert, einem Sozialarbeiter das Portemonnaie zu stehlen. Als entlastend werteten sie hingegen seine Entschuldigungen und seine Reue.
Im November 2006 hatte der Mann sein damals fünf Monate altes Baby so stark geschüttelt, dass der heute dreieinhalb Jahre alte Knabe wahrscheinlich sein Leben lang an den Folgen der Verletzungen leiden wird.
Seit Ende 2006 konsumierte der Angeklagte täglich mehrere Gramm Kokain zusammen mit Heroin. 2007, nach der Trennung von der Mutter seines Kindes, lernte er eine neue Frau kennen, die ebenfalls drogenabhängig war.
Das Paar zog Ende März 2008 zusammen und begab sich in eine Entziehungskur. Sie schmiedeten gar Hochzeitspläne. Ohne ersichtlichen Grund besprühte der Mann im Juni seine schlafende Freundin mit Benzin und zündete sie an.
Daraufhin trug er die brennende Frau ins Badezimmer und löschte das Feuer. 70 Prozent ihres Körpers waren verbrannt, das meiste davon mit Verbrennungen zweiten Grades.
Während der Verhandlung gab der Mann an, sich weder an die Tat noch an seine Beweggründe erinnern zu können.

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