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Obwohl er selbst sagt, diese Tour sei nicht auf ihn zugeschnitten, führt der Gesamtsieg wohl wie zuletzt fast immer über Chris Froome. Doch der Brite ist heuer bislang noch ohne Sieg.

Am Ende der Rundfahrten 2013, 2015 und 2016 stand Chris Froome jeweils als strahlender Sieger da. Ob der in Kenia geborene, 32-jährige Brite auch am kommenden 23. Juli in Paris jubeln wird, darüber rätselt vor dem "Grand Départ" in Düsseldorf nicht nur das ganze Feld, sondern vielleicht sogar er selbst ein bisschen. Froome spricht davon, dass dieser Tour-Gewinn seine "grösste Herausforderung" sein werde. Aufgrund seiner Resultate in dieser Saison - er steht ohne einen einzigen Sieg da - darf Froomes persönliche Einschätzung vorbehaltlos geteilt werden.

Zudem war Froome im Frühling beim Training an seinem Wohnort in Monaco von einem Autofahrer absichtlich angefahren worden. Diesen Zwischenfall hat er allerdings längst weggesteckt. Ebenfalls, dass er Anfang Juni beim Critérium du Dauphiné, seit einigen Jahren die Tour-Hauptprobe schlechthin, ohne Chance geblieben war. Seither hätten sich die Dinge in die erwünschte Richtung entwickelt, sagt der Leader des Teams Sky: "Mein Gewicht stimmt und alles ist so, wie ich es brauche."

Wenig Zeitfahr-Kilometer

Als Fahrer, den es für ihn zu schlagen gelte, nennt er Richie Porte, einer seiner früheren (Edel-)Helfer: "Er ist in der besten Form seiner Karriere." Im Vorjahr belegte der ebenfalls 32-jährige Australier bei seiner ersten Tour-Teilnahme als Leader einer Equipe (BMC) den 5. Platz.

Froome sieht die Streckengestaltung in den kommenden Wochen nicht unbedingt auf seiner Seite. Nur drei Bergankünfte, gegenüber vier vor Jahresfrist und gar deren fünf 2015, spielen ihm ebenso wenig in die Karten wie die zwei verhältnismässig kurzen Einzelzeitfahren. Nach Düsseldorf am Samstag gibt es nur gerade noch eine weitere Prüfung gegen die Uhr, am vorletzten Tag in Marseille über 22,5 km. Der Parcours für die 104. Ausgabe der "Grande Boucle" offenbart damit klar den Wunsch der Tour-Organisatoren um Christian Prudhomme, dass der Kampf um den Gesamtsieg erst möglichst spät entschieden sein wird.

Bardet und Quintana wie 2016?

Den auch heuer von sehr starken Helfern sekundierten Froome ausgeklammert, präsentierte sich schon die letztjährige Tour de France sehr spannend. Der Brite, im Maillot jaune ab dem achten Tag und dem Etappensieg bei der Bergankunft in Bagnères-de-Luchon, gewann zwar mit über vier Minuten Vorsprung vor Romain Bardet. Doch hinter dem 26-jährigen Franzosen, abermals die grosse Hoffnung der Einheimischen, reihten sich gleich acht weitere Fahrer in einer Zeitspanne von nur etwas mehr als drei Minuten ein.

Zu ihnen gehörte auch der drittklassierte Nairo Quintana, der bei allen drei Gesamtsiegen von Froome auf dem Podest stand. Der 27-jährige Kolumbianer kann mit Movistar ebenfalls auf eine Top-Mannschaft zählen, vor allem auch dank Alejandro Valverde. Der Spanier war vor zwei Jahren hinter Froome und Quintana Gesamtdritter. Nur zu den Aussenseitern muss Alberto Contador gezählt werden. Der zweifache Tour-Sieger bestreitet im Alter von 34 Jahren seine letzte Frankreich-Rundfahrt.

Cavendish auf Rekordjagd

Von der Sprinter-Fraktion überraschte 2016 Mark Cavendish mit vier Etappensiegen. Damit überholte der Brite vom Team Dimension Data bezüglich Anzahl Tagessiegen den zweitklassierten Franzosen Bernard Hinault. Mit aktuell 30 Tour-Etappensiegen hat er nur noch den Belgier Eddy Merckx vor sich. Als endschnellste Konkurrenten gelten die Deutschen André Greipel und Marcel Kittel sowie der Franzose Nacer Bouhanni.

Zu absolvieren haben die 198 Radprofis ab Samstag 21 Etappen und insgesamt 3540 km.

SDA-ATS