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1001 Nacht - eines der vielen farbigen Sujets am Luzerner Fasnachtsumzug.

KEYSTONE/URS FLUEELER

(sda-ats)

36'00 Personen haben am Güdismontag in Luzern am Fasnachtsumzug der Wey-Zunft Spalier gestanden, 8000 weniger als vor einem Jahr. Angeführt vom Wey-Frosch, zogen aufwändig gestaltete Wagen und phantasievoll maskierte Guggenmusigen durch die Stadt.

Der Umzug sei ohne Zwischenfälle verlaufen, teilte die Luzerner Polizei mit. Vier vermisste Kinder hätten gefunden und an die Erziehungsberechtigten übergeben werden können.

Der Güdismontag hatte in Luzern verhalten begonnen. Nur die hartgesottensten Fasnächtler waren am frühen Morgen bei Schnee und Kälte auf dem Kapelleplatz, um der Tagwache der Wey-Zunft beizuwohnen, die jeweils die zweite Hälfte der Fasnacht eröffnet. Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmer auf gerade 1500 (Vorjahr: 4000). Am Schmutzigen Donnerstag waren zehn Mal mehr Personen am Urknall, dem Start der Luzerner Fasnacht, zugegen.

Bis Montagmittag hatte die Fasnacht die Wintergeister aber so weit vertrieben, dass die Fasnächtler - darunter auch viele Familien - in Scharen in die Innenstadt kamen. Bei heiteren Bedingungen zog am Nachmittag der live von SRF1 übertragene Umzug mit seinen Guggenmusigen und aufwändig gestalteten Wagen vom Luzernerhof über die Seebrücke in die Neustadt.

Die Wey-Zunft führte eine riesige Rakete mit US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Diktator Kim Jong Un im Cockpit mit: "Sie drohen mit Waffen und benehmen sich wie Affen. In Montur meint jeder, er habe die bessere Frisur." Zur Umzugsnummer wurde auch der Kanton Luzern, der monatelang kein Budget hatte, so dass gemäss der Gruppe Fidelitas Lucernensis das Chaos herrschte und das Volk litt.

Auch am diesjährigen Umzug waren viele düstere Gestalten zu sehen. Guggenmusigen präsentierten sich als Schamanen, als norwegische Trolle oder als weisse Wanderer. Doch es gab auch fröhliche Sujets, so etwa die Figuren aus dem "Dschungelbuch" oder aus "1001 Nacht".

Die Wey-Zunft ("Geselligkeit und Narretei - Wohltätigkeit sei mit dabei!") war 1925 gegründet worden, als die Luzerner Fasnacht in einer Krise steckte. Rund 500 Jahre älter ist die Zunft zu Safran, deren Ehrentag der Schmutzigen Donnerstag ist.

Das närrische Treiben dauert in Luzern noch bis in die Nacht auf Mittwoch. Als letzter Höhepunkt folgt das Monster-Corso am Güdisdienstag-Abend.

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