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Jeder dritte Tafelapfel stammt aus dem Kanton Thurgau. In diesem Jahr kommt nur rund die Hälfe einer Normalernte zusammen. Die Qualität ist aber sehr gut.

KEYSTONE ARCHIV/GIAN EHRENZELLER

(sda-ats)

Die Erwartungen der deutschen Obstbauern am Bodensee an die Apfelernte 2017 sind ernüchternd: Es wird mit einem Minus von 65 Prozent gegenüber dem Erntedurchschnitt gerechnet. Auch im Thurgau gibt es aufgrund von Frost- und Gewitterschäden nur eine halbe Apfelernte.

Der Apfel ist die beliebteste Schweizer Frucht; etwas mehr als 16 Kilogramm essen Herr und Frau Schweizer pro Kopf und Jahr. Die drei grössten Anbaugebiete Thurgau, Wallis und Waadt produzieren zusammen mehr als zwei Drittel der gesamten Apfelmenge von rund 140'000 Tonnen pro Jahr. Jeder dritte Tafelapfel und jeder zweite Mostapfel stammt aus dem Thurgau.

Gesamtschweizerisch sollte rund 80 Prozent einer Normalernte zusammenkommen, sagt Urs Müller, Leiter Obst, Gemüse, Beeren am Berufsbildungszentrum (BBZ) Arenenberg. Stärker von den Frostnächten im vergangenen Frühling betroffen sind die Apfelbäume im Kanton Thurgau. "Ich erwarte eine halbe Ernte", so Müller. Letztmals fiel die Apfelernte 1981 ähnlich schlecht aus. Trotz Ernteausfällen stimme die Qualität. "Wir haben schöne, grosse Äpfel", so Müller.

Mostobst wird knapp

Beim Mostobst rechnet der Experte für den Kanton Thurgau mit Ausfällen von 60 bis 70 Prozent. "Wir werden den Bedarf nicht decken können", sagt Urs Müller. Gemäss der Ernteschätzung des Schweizer Obstverbandes (SOV) werden dieses Jahr 40'600 Tonnen Mostäpfel und 3600 Tonnen Mostbirnen erwartet. Trotz Reserven und den erwarteten Mengen Mostobst könnte die Versorgung des inländischen Marktes knapp werden. Bei Urs Müller häufen sich bereits die Anfragen von Mostereien aus dem Kanton Zürich.

Bei den Birnen verursachten vor allem die Gewitter Anfang August am Untersee grössere Schäden. "Wir bräuchten 11'000 Tonnen, rechnen aber nur mit 6600 Tonnen Birnen", sagt Müller.

Hagelschäden sind von der Hagelversicherung gedeckt; Wind, Sturm und Frost sind nicht versichert. Fondssuisse unterstützt die betroffenen Bauern. Die Stiftung leistet finanzielle Beiträge an Schäden, die durch nicht vorhersehbare Naturereignisse verursacht wurden und für die heute keine Versicherung abgeschlossen werden kann.

Beim Thurgauer Landwirtschaftsamt sind 40 Gesuche eingegangen. Urs Müller rechnet bis Mitte Monat, wenn die Eingabefrist abläuft, nochmals mit 50 bis 60 Gesuchen.

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SDA-ATS