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Früherer DEZA-Chef Dahinden tritt Botschafter-Amt in Washington an

Die Schweiz hat einen neuen Botschafter in den USA. Der frühere Chef der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA, Martin Dahinden, hat diese Woche sein neues Amt in der US-Hauptstadt angetreten. Sein Beglaubigungsschreiben wird er im November US-Präsident Barack Obama vorlegen.

Dahinden sagte gegenüber den Nachrichtenagentur sda in Washington am Mittwoch, er freue sich sehr auf die neue Aufgabe. Die USA spielten überall auf der Welt eine wichtige Rolle. So werde er sich in seiner Rolle als Schweizer Botschafter in Amerika mit dem ganzen Spektrum der grossen geopolitischen Fragen auseinandersetzen können.

Der 60-jährige Diplomat bezeichnete den Posten in Washington als einen Wunschjob. Bereits in seiner Rolle als DEZA-Chef habe er mit den Amerikanern in vielen Bereichen den Kontakt gepflegt. Er schätze die offene Art der Amerikaner, die oft kein Blatt vor den Mund nähmen und ebenso ehrliche Antworten erwarteten, sagte Dahinden.

Als einen der Schwerpunkte seiner Arbeit in den kommenden Monaten bezeichnete der Botschafter die Beilegung des Steuerstreites, der seit 2008 zwischen den USA und der Schweiz herrscht. Obwohl es noch einige offene Fragen in dieser Sache gebe, hoffe er doch, dass der grosse Sturm überstanden sei, sagte Dahinden.

Der Botschafter wies auch darauf hin, dass der Steuerstreit die engen Beziehungen zwischen den USA und der Schweiz nicht in Mitleidenschaft gezogen habe. "Unsere Kontakte mit dem Aussenministerium sind allesamt unverkrampft, die Spannungen wegen dem Steuerstreit haben sich nicht auf andere Bereiche ausgedehnt."

Einsatz für Menschenrechte

Dahinden hofft, während seiner Amtszeit in der US-Hauptstadt die Zusammenarbeit der Schweiz mit den Amerikanern im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit, dem Einsatz für die Menschenrechte und der Forderung nach mehr Respekt für das Völkerrecht zu verstärken.

Dass sein Vorgänger in Washington, Manuel Sager, nun sein Nachfolger bei der DEZA sei, könne in dieser Hinsicht sicher hilfreich sein, sagte Dahinden, der zudem an einer Intensivierung der Zusammenarbeit in der Forschung und dem transatlantischen Handel arbeiten will.

Der Botschafter mit seinen über 20 Jahren Erfahrung im diplomatischen Dienst der Schweiz freut sich auch darauf, den Amerikanern die Errungenschaften der Schweizer in den USA in Erinnerung zu rufen. "In jeder Phase der US-Geschichte lassen sich Schweizer Spuren finden," sagte Dahinden.

Schweiz als wichtige Handelspartnerin

Dass die Amerikaner oft keine einfachen Verhandlungspartner sind, ist sich der Botschafter bewusst: "In Washington wartet niemand darauf, dass die Schweiz mit einer neuen Idee kommt," sagte Dahinden. In den USA sei man sich aber bewusst, dass die Schweiz - immerhin die sechstgrösste Investorin in den USA - eine wichtige Handelspartnerin sei.

Am Wochenende empfängt der neue Botschafter bereits den ersten bundesrätlichen Besuch in den USA: Er wird Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf und Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann am Herbsttreffen des Internationalen Währungsfonds IWF und der Weltbank in Washington begleiten.

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