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Der ehemalige kroatische Ministerpräsident Ivo Sanader hat am Montag im Prozess wegen der Unterschlagung öffentlicher Gelder auf nicht schuldig plädiert. "Ich fühle mich in keinem Punkt der Anklage schuldig und werde zeigen, dass sie konstruiert ist", sagte Sanader dem Gericht in Zagreb.

Zusammen mit Sanader sind weitere Vertreter der früheren Regierungspartei HDZ angeklagt. Der HDZ-Funktionär Damir Sesvecan, der die Partei vertrat, wies die Vorwürfe ebenfalls zurück. Drei der vier anderen Angeklagten plädierten dagegen auf schuldig.

Die Staatsanwaltschaft wirft Sanader und seiner konservativen Kroatischen Demokratischen Union (HDZ) vor, umgerechnet zehn Millionen Euro aus staatlichen Firmen und illegalen Spenden in die Parteikasse geleitet zu haben.

Die Partei, die Kroatien seit der Unabhängigkeit 1991 fast ununterbrochen regierte, unterlag bei den Parlamentswahlen im Dezember einem Mitte-links-Bündnis. Die Korruptionsbekämpfung war eine zentrale Forderung der EU bei den Beitrittsverhandlungen; Kroatien wird Mitte kommenden Jahres als 28. EU-Mitglied aufgenommen.

Sanader soll mehrere staatliche Firmen und Institutionen angewiesen zu haben, Geschäfte mit der Marketingfirma Fimi Media abzuschliessen, um so Geld in die HDZ-Kassen zu schleusen. Der 58-jährige muss sich noch in zwei weiteren Korruptionsprozessen verantworten.

Der Fimi-Media-Chef Nevenka Jurak sowie der frühere HDZ-Schatzmeister Mladen Barisic und der frühere HDZ-Chefbuchhalter Branka Pavosevic bekannten sich am Montag für schuldig, während der frühere HDZ-Sprecher Ratko Macek die Vorwürfe zurückwies.

SDA-ATS