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Für die ausgebootete Anita Thanei tut sich eine Hintertüre auf

Die Zürcher SP-Nationalrätin Anita Thanei könnte doch noch einen Platz auf der Kandidatenliste für die Nationalratswahlen erhalten: Nachdem die Delegiertenversammlung (DV) sie am 14. Mai ausgebootet hat, darf sie sich nun am 12. Juli erneut vor der DV bewerben.

Thanei hatte das 2/3-Quorum nicht erreicht, das die SP vor kurzem für Parlamentarierinnen und Parlamentarier mit mehr als 12 Amtsjahren eingeführt hatte. Die Mietrechtsspezialistin war deshalb nicht mehr als Kandidatin für eine weitere Amtszeit auf die Liste gesetzt worden.

Dies hatte innerhalb der Partei grosse Empörung hervorgerufen, was die Parteileitung bewogen hat, Hand zu bieten zu einer einvernehmlichen Lösung. Und sie hat sich mit Thanei geeinigt, wie sie mitteilte: Thanei erhält eine zweite Chance. Sie darf sich nochmals vor den Delegierten bewerben.

Voraussetzung dafür war ein freier Listenplatz. Diesen gibt es mittlerweile: Der Zürcher Gemeinderat Jean-Daniel Strub habe sich bereit erklärt, auf seine Kandidatur zu verzichten, heisst es in der Mitteilung.

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