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Für Kuoni-Konzernchef Peter Rothwell stimmt derzeit die Balance zwischen seinem Millionengehalt und der Verantwortung und der Belastung durch die Arbeit. Politische Projekte wie der Mindestlohn- oder der 1:12-Initiative findet er gefährlich, da sie seiner Meinung nach "den Wohlstand aus dem Land vertreiben".

In einem Interview mit der Zeitung "Nordwestschweiz" vom Montag erklärte Rothwell, dass, wenn er eine halbe Million verdienen würde, die Balance nicht mehr stimmen und er seine Situation überdenken müsste. Rothwell hat im vergangenen Jahr, trotz tiefroter Zahlen des Reisekonzerns, 2,7 Mio. Fr. verdient. Das sind 600'000 Fr. mehr als im Vorjahr.

Nach Ansicht von Rothwell hätten global tätige Firmen in der Schweiz Mühe, die besten Leute im harten Konkurrenzkampf zu finden. "Spitzenkräfte gehen dorthin, wo ihnen die besten Konditionen geboten werden", so Rothwell. Die Schweiz sei erfolgreich, weil die Gesellschaft sehr tolerant sei.

Rothwell betonte, dass sich die Reisebranche radikal wandle. In diesem schwierigen Umfeld habe er im vergangenen Jahr schwierige Entscheide fällen müssen. "Ich musste mich in den letzten sechs Monaten von fast 800 Leuten trennen", so Rothwell. Der Einschnitt sei unvermeidlich gewesen.

Auch für 2013 erwartet Rothwell für Kuoni ein herausforderndes Jahr. Jede Sparte entwickle sich unterschiedlich. Alles in allen sei er ziemlich zufrieden. Die Buchungsstände seien für alle Aktivitäten im Plus.

Mit dem klassischen Reiseveranstaltergeschäft aus der Schweiz oder Europa heraus sei nicht mehr das grosse Geld zu verdienen. Der Schweizer Markt sei mit einem Umsatz von 700 Mio. Fr. zwar immer noch wichtig, noch wichtiger sei es aber in Asien präsent zu sein.

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SDA-ATS