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Für Merkel ist Einladung zu Militärparade in Russland eine "Ehre"

Dieser Inhalt wurde am 09. Mai 2010 - 12:11 publiziert
(Keystone-SDA)

Moskau - 65 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs hat Russland mit einer grossen Militärparade den Sieg über Hitler-Deutschland gefeiert. 1945 sei der Nazismus besiegt worden, "die Vernichtung ganzer Völker wurde beendet", sagte der russische Präsident Dmitri Medwedew bei der Parade auf dem Roten Platz in Moskau.
Die Einladung der deutschen Kanzlerin Angela Merkel galt als Versöhnungsgeste. Merkel, die neben dem russischen Regierungschef Wladimir Putin die Siegesfeier mit dem Defilee von mehr als 10'000 Soldaten und schwerem militärischem Gerät verfolgte, sprach von einer grossen Ehre.
Auch die Ukraine, Weissrussland sowie weitere frühere Sowjetrepubliken begingen den 9. Mai als nationalen Feiertag.
"Dieser Krieg hat uns zu einer starken Nation gemacht", sagte Medwedew während der 72-minütigen Zeremonie. Über den Roten Platz rollten auch Panzer sowie Transporter mit den mit Atomsprengköpfen bestückbaren Interkontinentalraketen vom Typ Topol-M.
Erstmals nahmen an der Waffenschau auch mehr als 200 Vertreter der Streitkräfte der NATO-Mächte Grossbritannien, Frankreich und USA teil. Bei strahlendem Sonnenschein musizierten internationale Militärkapellen. Am Ende erklang die Ode "An die Freude" von Ludwig van Beethoven - als Zeichen für die Versöhnung der Völker.
Medwedew erinnerte in seiner Rede vor tausenden Kriegsveteranen daran, dass der Frieden in der Welt weiter brüchig sei. "Nur auf Grundlage einer guten Nachbarschaft können wir die Probleme der weltweiten Sicherheit lösen", betonte er.
Unter den Gästen waren neben Merkel unter anderem der israelische Präsident Schimon Peres, der tschechische Staatschef Vaclav Klaus, der polnische Interimspräsident Bronislaw Komorowski sowie der chinesische Staats- und Parteichef Hu Jintao. Auch zahlreiche Präsidenten der autoritär regierten früheren Sowjetrepubliken waren Medwedews Einladung nach Moskau gefolgt.

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