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Aus Sicht von FDP-Präsident Fulvio Pelli können CVP, BDP und FDP im Parlament nicht systematisch zusammenarbeiten. Der CVP gehe es "immer nur um Machtpolitik", sagte er in einem Zeitungsinterview. "Via Heirat" mit der BDP wolle die CVP einen zweiten Bundesratssitz.

Im Interview mit der "Neuen Zürcher Zeitung" schlug Pelli scharfe Töne an: Die CVP versuche, die BDP nach links zu bewegen. Doch die BDP stehe der FDP viel näher. Beide Parteien hätten in mehreren Kantonen Listenverbindungen geknüpft, die auf inhaltlicher Übereinstimmung basierten.

"Aber es gibt natürlich auch die Liebeserklärung der CVP an die BDP", stellte Pelli fest. "Die Christlichdemokraten haben Heiratspläne". Mit der Vermählung wollten sie den vor acht Jahren verlorenen zweiten Sitz im Bundesrat zurückholen. Für solche Übungen sei die FDP nicht zu haben.

"Irritiert" über die BDP

Kritik äusserte Pelli auch an der BDP. Es irritiere ihn, dass sie derart nach links schiele, nur um die Wiederwahl von Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf zu sichern. Seit der Abwahl von SVP-Bundesrat Christoph Blocher sei eine Mitte-Links-Allianz spürbar. Die CVP versuche jetzt, die BDP nach links zu bewegen.

Vor einem Jahr hatte FDP-Parteipräsident Fulvio Pelli Gespräche mit der CVP und der BDP geführt und für eine bürgerliche Allianz der Mitte plädiert. Es gehe um Kooperation bei Sachthemen und darum, die vier Bundesräte der drei Parteien zu stärken.

Ein Teil der CVP wolle diese Kooperation aber nicht, sagte Pelli im Interview. Die Rivalität zwischen CVP-Präsident Christophe Darbellay und CVP-Fraktionschef Urs Schwaller habe verstärkte Absprachen von FDP und CVP gebremst.

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SDA-ATS