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Libyens Machthaber Muammar Gaddafi geht trotz der Luftschläge der westlichen Allianz weiter gegen die Aufständischen vor. Seine Truppen nahmen am Dienstag Misrata und Sintan unter schweren Beschuss. Dutzende Menschen wurden getötet.

"In Misrata ist ein Massaker im Gange", beschrieb ein Sprecher der Aufständischen die Lage in der seit Wochen eingeschlossenen Stadt. Das Zentrum liege im Feuer von Gaddafis Panzern. Bei Gefechten sollen in den vergangenen Tagen 40 Menschen in Misrata getötet worden sein, wie der Nachrichtensender Al-Arabija unter Berufung auf die Übergangsregierung in Benghasi meldete.

"Keine Rebellen - nur Einwohner"

Gaddafis Truppen gingen mit schwerer Artillerie auch gegen die südwestlich von Tripolis gelegenen Stadt Sintan vor. "Es gibt keine Rebellen-Truppen in Sintan, hier sind nur wir", sagte ein Einwohner der Stadt der Nachrichtenagentur SDA per Telefon.

Sintan werde von den Gaddafi-Truppen seit zwei Tagen bombardiert, deren Raketen hätten drei Häuser zerstört. Als einzige Verteidigungsmittel verfügten die Einwohner nur über die Waffen, die sie Regierungssoldaten abgenommen hätten. Bewohnern zufolge wurden mindestens zehn Menschen getötet, wie der Sender Al Dschasira berichtete.

Lufteinsatz auf Militäreinrichtungen

Der Lufteinsatz der westlichen Allianz konzentrierte sich in der Nacht zum Dienstag vor allem auf Militärflughäfen und Stützpunkte der libyschen Marine. Laut dem britischen Verteidigungsministeriums wurden die Truppen Gaddafis bei ihrem Versuch, Benghasi einzunehmen, gestoppt. Die Operation zeige einen "echten Effekt".

Kritik

Die internationale Kritik am Militäreinsatz nimmt unterdessen weiter zu. China und Russland, die mit ihrer Enthaltung im UNO-Sicherheitsrat die Angriffe möglich gemacht hatten, forderten am Dienstag eine "sofortige Waffenruhe".

Auch die brasilianische Regierung bedauerte den Verlust von Menschenleben und forderte eine schnellstmögliche Waffenruhe. US-Verteidigungsminister Robert Gates zufolge könnte die Intensität der Angriffe in den nächsten Tagen zurückgehen.

Das Parlament in Madrid billigte unterdessen die Teilnahme spanischer Soldaten am internationalen Militäreinsatz in Libyen fast einstimmig.

USA verhängen Sanktionen gegen 14 libysche Unternehmen

Unterdessen belegte das US-Finanzministerium 14 libysche Unternehmen mit Sanktionen. Die Firmen stünden unter Kontrolle der staatlichen libyschen Ölgesellschaft NOC und fielen damit unter das Embargo, das US-Präsident Barack Obama Ende Februar per Erlass verhängt hatte, teilte das Ministerium am Dienstag in Washington mit.

Damit ist es Bürgern und Unternehmen in den USA verboten, Geschäfte mit diesen Unternehmen zu machen.

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SDA-ATS