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Rom - Wie immer mit viel Pomp ist Libyens Staatschef Muammar Gaddafi am Sonntag in Rom eingetroffen. Es ist sein vierter Besuch in zwei Jahren. Mit Regierungschef Silvio Berlusconi will er am Montag den zweiten Jahrestag eines Freundschaftsabkommens beider Länder feiern.
Ein zentraler Punkt der Gespräche dürfte auch der wachsende libysche Einfluss auf die italienische Wirtschaft sein. Zuletzt war der Streit am libyschen Anteil an der Grossbank Unicredit aufgeflammt, der auf 6,7 Prozent wuchs.
Berlusconis Koalitionspartner von der fremdenfeindlichen Liga Nord kritisierten die Beteiligung und forderten eine Untersuchung durch die Aufsichtsbehörden. Neben Unicredit besitzt Libyen unter anderem auch einen Anteil an dem Ölriesen Eni und dem Stromkonzern Enel. Aber auch die Beteiligung an dem Fussball-Traditionsverein Juventus Turin trifft die Italiener an einer sensiblen Stelle.
Wichtige HandelspartnerSeit dem italienisch-libyschen Freundschaftsvertrag von 2008 wuchs der libysche Einfluss in Italien stetig. Berlusconi hatte damals Entschädigungszahlungen zugestimmt im Zusammenhang mit der italienischen Kolonialherrschaft in Libyen.
Mittlerweile ist Italien Libyens wichtigster Handelspartner und bezieht einen Grossteil seines Öl- und Erdgasbedarfs von dem energiereichen Staat.
Der Opposition ist die Nähe zwischen Berlusconi und Gaddafi schon länger ein Dorn im Auge. Sie kritisiert vor allem ein Abkommen zur Rückführung von Flüchtlingen, die illegal aus dem nordafrikanischen Land über das Mittelmeer nach Italien gelangt sind, als Verletzung der Menschenrechte.
30 Pferde eingeflogenWie immer brachte der Machthaber aus Tripolis sein eigenes Beduinenzelt mit, das er diesmal im Garten der luxuriösen Residenz seines Botschafters in Rom aufschlagen liess. Und für die Feier liess er eigens 30 reinrassige Berberpferde einfliegen.
Den ersten Jahrestag des Freundschaftsvertrages hatten die beiden eng befreundeten Politiker Gaddafi und Berlusconi mit Couscous und Hammelfleisch in Tripolis gefeiert. Das italienische Festmenü diesmal war zunächst "top secret".

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SDA-ATS