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Der libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi hat einen Gang ins Exil erneut ausgeschlossen und sein Festhalten an der Macht bekräftigt. Ein Verhandlungsangebot Gaddafis an den Westen wurde von der NATO wie auch den Aufständischen umgehend abgelehnt.

Die NATO müsse "jede Hoffnung auf einen Weggang Muammar al-Gaddafis aufgeben", sagte der Machthaber in der Nacht zum Samstag in einer vom Fernsehen übertragenen Rede. "Ich habe keine offizielle Funktion, von der ich zurücktreten kann. Ich werde mein Land nicht verlassen, und ich werde hier bis zum Tod kämpfen."

Zugleich erklärte er sich zu Verhandlungen bereit: "Wir sind bereit, mit Frankreich und den USA zu verhandeln, aber ohne Bedingungen", sagte er. "Wir ergeben uns nicht, aber ich rufe Sie auf, zu verhandeln. Wenn Sie das Öl wollen, werden wir Verträge mit Ihren Firmen abschliessen, es ist nicht nötig, Krieg zu führen."

Klare Ablehnung der NATO

Eine einseitige Waffenruhe schloss Gaddafi aus. "Ziehen Sie ihre Flotten und Ihre Flugzeuge ab", forderte er die NATO auf. Die Türe zum Frieden sei aber offen.

Die NATO wies Gaddafis Gesprächsangebot zurück. Es brauche jetzt Taten, keine Worte. Die NATO werde die Luftangriffe fortführen, bis alle Angriffe und Bedrohungen gegen Zivilisten eingestellt worden seien, hiess es am Samstag von Seiten des Bündnisses.

Auch die Aufständischen lehnten die Vorschläge ab. Die Zeit für einen Kompromiss sei vorbei, sagte einer ihrer Sprecher. Gaddafi bezeichnete die Aufständischen am Fernsehen erneut als "Terroristen", die nicht aus Libyen kämen, sondern aus Algerien, Ägypten, Tunesien und Afghanistan.

"Heiliger als der Kaiser von Japan"

Weiter betonte er, wie sehr ihn sein Volk liebe. Er sei für die Libyer "heiliger als der Kaiser von Japan für sein Volk". "Ich bin heilig für das libysche Volk, ich bin ein Symbol und ein Vater für sie."

Gaddafi wirkte während seiner über einstündigen Rede müde, zeigte sich aber kampfbereit. "Warum tötet ihr unsere Kinder? Warum zerstört ihr unsere Infrastruktur?", fragte er. Berichte, wonach seine Truppen Zivilisten getötet hätten, wies er zurück.

Luftangriff auf Fernsehsender-Gebäude

Während der Fernsehansprache Gaddafis trafen NATO-Kampfflugzeuge drei Ziele in der Nähe des Fernsehsender-Gebäudes. Staatliche Medien sprachen von einem Mordversuch an Gaddafi.

Die Luftangriffe verursachten grosse Krater vor dem Büro des Generalstaatsanwalts und trafen zwei weitere Regierungsgebäude. Ob dabei Menschen ums Leben kamen, war nicht klar.

Rebellen und Regierungstruppen lieferten sich auch am Samstag heftige Gefechte um den Flughafen im Südwesten der Küstenstadt Misrata. AFP-Reporter berichteten von lauten Explosionen und heftigem Gewehrfeuer.

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SDA-ATS