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Gaddafis Truppen rücken erneut auf Adschdabija vor

Nachdem sie zwischenzeitlich von den libyschen Aufständischen zurückgedrängt worden waren, sind die Truppen von Libyens Machthaber Muammar al-Gaddafi am Sonntag erneut auf Adschdabija im Osten des Landes vorgerückt.

Die Soldaten griffen mit schwerer Artillerie den westlichen Zugang der Stadt an, wie ein AFP-Reporter berichtete. Sie waren offenbar nur wenige Kilometer entfernt. Über Opfer lagen bislang keine Angaben vor. Viele der 100'000 Einwohner Adschdabijas sind aus der Stadt geflohen.

Am Samstag hatten die Aufständischen Gaddafis Truppen etwa 40 Kilometer zurückgedrängt. Sie rückten in Richtung der Erdölstadt Brega vor, die 80 Kilometer westlich von Adschdabija liegt. Allerdings wurden die Rebellen dann von den Soldaten wieder zurückgeworfen und mussten fliehen, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtete.

Auch die Strasse zwischen Adschdabija und Brega blieb umkämpft. So seien bei Raketenangriffen von Gaddafis Truppen mindestens acht Menschen getötet und 27 verletzt worden, berichteten Ärzte.

Misrata unter schwerem Beschuss

Auch in der seit Wochen von Regime-treuen Soldaten belagerte Stadt Misrata dauerten die Kämpfe an. Die Stadt stand unter schwerem Beschuss. Dabei setzten die Gaddafi-Truppen auch international geächtete Streumunition ein, wie die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch sowie die US-Zeitung "New York Times" berichteten.

Diese Angaben wurden der Nachrichtenagentur DAPD von Geheimdienstlern in Washington bestätigt. Gemäss der Zeitung solle es sich um Streubomben aus spanischer Produktion handeln. Das Regime Gaddafis wies die Vorwürfe zurück.

Die Küstenstadt Misrata ist die einzige Rebellenbastion im Westen des Landes. Wie viele Menschen durch den Beschuss der Stadt und die Kämpfe ums Leben kamen, ist unklar.

EU entsendet Hilfe nach Misrata

Die EU entsandte ein Schiff mit mehreren hundert Tonnen Hilfsgütern zum Hafen Misratas, wie die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Samstag in Genf mitteilte. Das Schiff soll bei seiner Rückfahrt so viele Menschen wie möglich aus der Region bringen. Bis zu 7000 Menschen warten in der Hafengegend auf ihre Evakuierung.

Die IOM selbst hat bereits fast 1200 Menschen verschiedener Nationalitäten, zumeist Frauen, Kinder und Ältere, aus Misrata nach Benghasi gebracht. Sie seien zum Teil völlig ausgehungert und durch Wassermangel dehydriert gewesen.

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